Gandesberger Rat unterstützt das landkreisweite Projekt und hat schon eine Maßnahme in petto

Innenentwicklungsfonds als Chance für eine kleine Gemeinde

Gandesbergen - Von Rebecca Göllner-martin. Als große Chance für die Gemeinde Gandesbergen bezeichneten die Mitglieder des Ortsrats in ihrer jüngsten Sitzung die Errichtung eines Kommunalen Innenentwicklungsfonds (KIF) im Landkreis Nienburg (wir berichteten). Anders als bei Förderprogrammen des Bunds sei es durchaus wahrscheinlich, dass auch Gandesbergen schnell profitiert und nicht in einer Prioritätenliste nach unten rutscht.

„Für Gandesbergen ist das ein gutes Projekt“, sagte die stellvertretende Gemeindedirektorin und Kämmerin Astrid Schwecke. Vor allem aus dem Grund, da es schon eine Maßnahme gebe, die dort eingebracht werden könnte. Das Dach des Jugend- und Freizeitheims müsste saniert werden, der Kostenpunkt: etwa 140 000 Euro. Die Unterlagen würden so gut wie fertig vorliegen, da bereits schon einmal dafür Fördergelder beantragt worden seien, allerdings ohne Erfolg.

Gandesbergens Bürgermeister Karl-Heinz Stein (Wählergemeinschaft) sagte, dass die Teilnahme am KIF einen Versuch wert sei, auch, weil der zu zahlende Anteil der Gemeinde relativ gering ausfalle. Im ersten Jahr seien es 650 Euro, im zweiten 750 Euro und in den Jahren von 2022 bis 2024 jeweils etwa 1 500 Euro. Berechnungsgrundlage ist die Kreisumlage. In den ersten beiden Jahren zahlt Gandesbergen 0,5 Prozent der Umlage, in den Folgejahren ein Prozent. Die stellvertretende Bürgermeisterin Corinna Bruns meinte: „Wir sollten da mitmachen, es ist eine gute Chance, dass auch kleinere Gemeinden, wie wir es sind, etwas abgreifen.“

Einstimmig votierten die Ratsmitglieder dafür, dass sie den KIF für einen Zeitraum von fünf Jahren unterstützen.

Haushaltsberatung

Eine Schuldenfreiheit bescheinigte Kämmerin Astrid Schwecke der Gemeinde. Der Jahresüberschuss im Jahr 2018 belief sich auf rund 69 000 Euro. Die Vorauskalkulation hatte jedoch zunächst nur einen Überschuss von 1 300 Euro vorgesehen. Die Verbesserung ergab sich, so Schwecke, aufgrund von höheren Steuereinnahmen, insbesondere bei der Gewerbesteuer in Höhe von circa 59 000 Euro. Des Weiteren verfügt Gandesbergen über knapp 600 000 Euro liquide Mittel. Die Hebesätze der Gemeinde bleiben unverändert, sie liegen bei 335 Prozent für Grundsteuern und bei 380 Prozent für die Gewerbesteuer.

Für das Haushaltsjahr 2020 sind 80 000 Euro für den Kauf von Grundstücken eingeplant, darin enthalten sind bereits die Vermessungskosten für weitere Baugrundstücke. Die Dachsanierung für das Jugendheim mit 140 000 Euro wurde neu veranschlagt. Der Rat hofft auf einen Landeszuschuss von 70 000 Euro – oder eben auf eine Förderung durch den Beitritt zum Innenentwicklungsfonds. Insgesamt 15 000 Euro will der Rat Gandesbergen für eine Doppelschaukel und ein Klettergerät für den Spielplatz am Eichenweg ausgeben. Ziel sei es, die Attraktivität des Platzes zu steigern, gerade auch in Hinblick auf das Neubaugebiet Hopmanns Kamp. Eltern sowie die Senioren der Gemeinde hätten sich bereit erklärt, bei der Gestaltung zu helfen.

Neuer Ansprechpartner

Da Petra Böckmann ihr Amt im Heimatverein niedergelegt hat, ist nun Bürgermeister Stein Ansprechpartner für die Vergebung von Veranstaltungen im Freizeitheim. Er ist unter Telefon 04254/92040 erreichbar.

Quelle: kreiszeitung.de

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