Irisches Pub-Flair in der „Peitsche“

 „Die Wildblumen“ begeistern in Wechold mit handgemachter Musik

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Rahel Katharina Bargholz und Wolfgang Röpnack bilden das Folk-Duo „Die Wildblumen“. Die beiden spielten jetzt irisch-schottische Musik in der Wecholder Kult-Kneipe „Peitsche“.

Wechold - Von Uwe Campe. Die Kult-Kneipe „Peitsche“ verwandelte sich am Samstagabend zusehends in einen irischen Pub, wofür nicht nur Guinness, Cider und Whiskey verantwortlich waren, sondern in erster Linie die Musik der Band „Die Wildblumen“, die dort mit irischem und schottischem Folk auftrat. Sah es gegen 20 Uhr noch so aus, als ob nur eine Handvoll Zuhörer zum Konzert erscheinen würde, füllte sich die Gaststube mit ihrem unverkennbaren 70er-Jahre-Charme in der Folge dann doch rasch, sodass sich die Veranstalter durchgehend über mehr als etwa 60 bis 70 Gäste freuen konnten.

„Die Wildblumen“ spielen seit Anfang 2017 zusammen und verstehen sich nach eigenen Angaben als eine lebenslustige Folkband, die sich in Wechold aus einem von Rahel Katharina Bargholz (Gesang, Geige, und keltische Harfe) und Wolfgang Röpnack (Gesang und Gitarrencister) gebildeten Duo zusammensetzte. Die beiden, auch in anderen Formationen wie „Josie White Revival Band“ oder „Fogelvrei“ aktiven Musiker, verfügen über langjährige, in verschiedenen Ensembles und bei Soloauftritten erworbene Bühnen- und Konzerterfahrung.

Das Repertoire des Duos umfasst zunächst einmal ein breites Spektrum an keltischer Folkmusik, beinhaltet darüber hinaus aber auch mittelalterliche Klänge. Am Samstag stand unter dem Motto „Musik zum Winterende“ eine fein arrangierte Auswahl von Liedern und Tänzen auf dem Programm. Den Auftakt machte der auf Geige und Gitarrencister vorgetragene „Josephine Waltz“, dem bis zur ersten Pause neun weitere, deutlich irische Bezüge tragende Stücke wie beispielsweise „Galway Girl“, „Dirty old Town“ oder „Brian Borus March“ folgten, bei denen als weitere Instrumente auch Akustikgitarre, Bodhran (eine irische Rahmentrommel) und Akkordeon zum Einsatz kamen. Zu den jeweiligen Stücken, die allesamt von dem mit diesem Genre bestens vertrautem Publikum mit viel Beifall bedacht wurden, lieferten die beiden Musiker kurze, aber instruktive Hintergrundinformationen.

„Die Wildblumen“ beim Pub-Abend in Wechold

Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Die Wildblumen in der Kneipe Peitsche in Wechold
Die Kult-Kneipe füllte sich im Laufe des Abends ordentlich © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe

Mehrere der Texte gehen in düsterer Weise auf die Not und Armut der irischen Bevölkerung in früheren Zeiten ein, etwa wenn in „Farewell to the Rhonda“ das Elend irischer Bergbauarbeiter nachgezeichnet wird. Das ganze Ausmaß der miserablen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse, die besonders in Irland zu Landflucht und großen Auswanderungswellen führten, macht der Titel „Whiskey before Breakfast“, der keinen weiteren Kommentar bedarf, nur zu deutlich.

Rahel Katharina Bargholz gefiel an diesem Abend mit ihrem schönen raumfüllenden Sopran, glänzte aber besonders mit ihrem vollendeten und einfühlsamen Spiel auf der kleinen keltischen Harfe. Da Partner Wolfgang Röpnack ihr in nichts nachstand und sowohl mit seiner markanten Stimme als auch mit dem Spiel auf der von ihm bevorzugten sechssaitigen Gitarrencister zu überzeugen wusste, bildete das Paar durchgängig eine harmonisch aufeinander abgestimmte Einheit.

Ob nun durch die gediegene und urige „Pub-Atmosphäre“ inspiriert oder einfach nur aus der nicht zu verbergenden Freude an der eigenen Musik, auch im zweiten Konzertteil lief das Duo zu Höchstform auf und nahm die Zuhörerschaft mit Songs wie „Witch of Westmoreland“ und „Back home in Derry“ oder dem bretonischen Tanz „Bouree Abiere“ ein ums andere Mal für sich ein. Nach mehr als zweieinhalb Stunden fand das Konzert dann mit dem „Working Song“ seinen krönenden, aber doch nur vorläufigen Abschluss.

Dass das Publikum die beiden Musiker nach der zuvor abgelieferten Performance nicht ohne Zugabe gehen ließ, versteht sich fast von selbst. Nach einer weiteren kurzen Verschnaufpause konnte es bei dem Klassiker „Whiskey in the Jar“ noch einmal nach Herzenslust mitklatschen, mitsingen oder auch nur mitstampfen.

Es spricht schon sehr für die Künstler, wenn es ihnen gegen 23 Uhr und damit nach fast drei Stunden in einer gut gefüllten Kneipe gelingt, das Publikum noch einmal ganz still werden zu lassen, um geradezu andächtig den von Bargholz intonierten Harfenklängen des finalen „Down by the Sally Gardens“ zu lauschen – so geschehen am vergangenen Samstag in der „Peitsche“.

Wie gut solche Konzerte trotz des relativ großen Konkurrenzangebots ankommen können, stellt der gleichermaßen beeindruckende wie schöne Auftritt der „Wildblumen“ deutlich unter Beweis. Dazu mag auch beigetragen haben, dass man auf ein Eintrittsgeld verzichtete und stattdessen den Hut umgehen ließ, der schließlich gut gefüllt an die beiden sympathischen Musiker übergeben werden konnte.

Veranstalter, Musiker und nicht zuletzt die Gäste, unter ihnen eine kurz vor Vollendung des 86. Lebensjahres stehende Dame, sparten im Anschluss dann auch nicht mit Lob für dieses überaus gelungene Konzertereignis.

Quelle: kreiszeitung.de

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