Eystruper Grund- und Hauptschüler blicken zurück und feiern rundes Jubiläum

100 Jahre Schulgeschichte

Die Kleidung des vergangenen Jahrhunderts präsentierten Schüler aus allen Jahrgängen. ·
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Die Kleidung des vergangenen Jahrhunderts präsentierten Schüler aus allen Jahrgängen. ·

Eystrup - Von Rebecca GöllnerVor 100 Jahren war in der Schule alles anders: Eltern zahlten Schulgeld für ihre Kinder und die Klassen bestanden nicht aus 20, sondern 85 Schülern. Dennoch ist eines gleich geblieben: der Standort in Eystrup. Nun feierte die Grund- und Hauptschule gestern ihr 100-jähriges Bestehen.

Der kommissarische Schulleiter Christopher Axmann begrüßte zu diesem Anlass zahlreiche Gäste. Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer sowie sein Stellvertreter Uwe Back zählten zu den Gratulanten beim offiziellen Empfang am Vormittag.

„Ich habe mich mal ein wenig durch die Chronik gewühlt und einiges über unsere Schule herausgefunden“, schilderte Axmann seine Vorbereitungen auf das Jubiläum. Anhand einiger Eckdaten spiegelte er kurz das wieder, was im vergangenen Jahrhundert alles in Eystrup passiert ist. So seien beispielsweise die Klassen viel größer als heutzutage gewesen. „Ein Schüler hatte gerade mal 0,6 Quadratmeter Platz“, sagte Axmann. Und auch mit weniger Schulmaterial hätte man damals auskommen müssen. Erstmals 1908 sei in Gremien darüber diskutiert worden, die Schulstandorte aus den Einzugsgebieten zusammenzulegen. Vier Jahre lang überlegten die Zuständigen damals, wie dieses Vorhaben am besten zu bewerkstelligen sei. „Im Frühjahr 1913 begann schließlich hier der Unterricht“, erklärte Christopher Axmann und las aus der Rede des einstigen Bürgermeisters vor: „Der Bau ist beendet. Er soll nun eine Zierde für diesen Ort sein.“

Immer wieder veränderte sich das Gesicht der Schule im Laufe der Jahre, zuletzt im Jahr 2001. Vier weitere Klassenräume kamen dazu. Der letzte bedeutsame Einschnitt in die Schulgeschichte war jedoch erst 2011, als die politischen Gremien entschieden, dass es in Eystrup keine Hauptschule mehr geben soll. „Ab 2015 sind wir dann eine reine Grundschule“, sagte Christopher Axmann.

Einen Rückblick der besonderen Art hatten die Schüler während der Projektwoche vorbereitet. Mit einer Modenschau präsentierten sie die Kleidung von 1900 bis heute. Untermalt wurde das Ganze mit Musik aus der jeweiligen Zeit. Auf die Feldarbeit angepasste Kleidung gab es beispielsweise aus dem Jahr 1920 zu sehen, runde Sonnenbrillen und florale Muster führten die Besucher zurück in die Zeit der wilden 60er und Neonfarben wiesen auf die 80er-Jahre hin. Britney  Spears‘ „Hit me baby“ läutete schließlich die 90er ein. Nicht nur, dass die Zuschauer bei dieser außergewöhnlichen Modenschau ins Jubeln gerieten, auch die Kinder und Jugendlichen hatten sichtlich Spaß daran.

Mit diesem gelungenen Auftakt startete die Schule in einen ereignisreichen Tag. Noch bis 17 Uhr präsentierten die Schüler die Ergebnisse der vorangegangen Projektwoche. Turnvorführungen, Lesungen, eine Zeitmaschine, Unterricht wie vor 100 Jahren sowie Schulführungen rundeten das Programm ab.

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