Neujahrsempfang der Stadt

Der 13. Januar 2018: Als in Hoya die Zukunft begann

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Retteten eine alte Dame vor dem Ertrinken und wurden als Lebensretter geehrt: Khalil Zibo (Zweiter von links) und Isa Scheicho (Dritter von links). Die Urkunden überreichten Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner und Stadtdirektor Detlef Meyer. 

Hoya - Von Horst Friedrichs. Im Hoyaer „Regierungsviertel“ begann am Samstagnachmittag die Zukunft. Das Zeichen dafür war von Symbolkraft: ein Autoschlüssel – für ein Elektroauto, das als erstes Carsharing-Fahrzeug beim Rathaus in Hoya stationiert wird. Hauke Hartwig von der Firma Christian Lühmann (Hoya) hielt während des Neujahrsempfangs der Stadt im Kulturzentrum Martinskirche einen mit Interesse verfolgten Vortrag über die neue Mobilitätsform für den ländlichen Raum, ebenjenes Carsharing in der Samtgemeinde. Als Höhepunkt seines Vortrags überreichte Hartwig den zukunftsträchtigen Autoschlüssel an Stadtdirektor Detlef Meyer.

Dieser hatte zuvor den Begriff „Regierungsviertel“ genannt, als er unter den zahlreichen Ehrengästen des Empfangs auch den amtierenden Bürgerkönig Bernd Westhoff begrüßte, der aus dem ersten Viertel stammt – jenem Bürgervereinsviertel östlich der Weser, in dem sich ebenfalls der „Regierungssitz“, also das Rathaus, befindet.

Auf das Stichwort „Regierung“ bezog sich auch Hoyas evangelischer Pastor Andreas Ruh in seinem beliebten Schlusswort, als er sehr zu Heiterkeit und Vergnügen des Publikums konstatierte: „Es geht auch ohne“.

Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner hatte zuvor in ihrem Jahresrückblick festgestellt: „In Hoya läuft es zurzeit richtig rund.“ Das liege aber nicht nur am inzwischen fertigen Kreisel, sondern vor allem an der hervorragenden wirtschaftlichen Situation der Stadt.

Sie nennen sich „Erster Detektiv“: Justus Czaske (Altsaxofon) und Jonas Buchroth (Klavier) unterhielten beim Neujahrsempfang der Stadt Hoya musikalisch.

„Erster Detektiv“ heißt die Zwei-Mann-Band, die mit anspruchsvollem Sound den musikalischen Teil zum Neujahrsempfang beisteuerte. Mitglieder des Duos sind Justus Czaske (Altsaxofon) und Jonas Buchroth (Klavier und Gesang). Benannt haben sie sich nach Justus Jonas, dem „Ersten Detektiv“ in der Jugendkrimi-Reihe „Die drei Fragezeichen“. Zu ihrem Pop- und Soul-Programm am Samstag gehörte unter anderem das selbst geschriebene Stück „White Clouds“, und zum Abschluss spielte Andreas Ruh als Gitarrist bei „Don’t Think Twice“ von Bob Dylan mit.

Über das Projekt „Classic Carsharing“ (wir berichteten) referierte Hauke Hartwig. Das Zukunftskonzept soll verschiedene Bestandteile der Mobilität miteinander verbinden. Das Carsharing sei in dem Zusammenhang das am stärksten wachsende Segment. Die Samtgemeinde Grafschaft Hoya, so Hartwig, stelle sich der Zukunft als Modellregion für eine moderne und verantwortungsbewusste Mobilität. 

Integriertes Carsharing startet

Mit Unterstützung durch die Unternehmerschaft werde nun, im Januar, das erste integrierte Carsharing eingeführt. Privatleute, Unternehmen und die öffentliche Hand können es als Alternative zum eigenen Auto nutzen. Der öffentliche Personennahverkehr werde integriert und die E-Mobilität gefördert – und das alles zu niedrigen Kosten. „Die verfügbaren Autos stehen an sogenannten Mobilitätsknotenpunkten“, erläuterte Hauke Hartwig und zeigte die bereits vorhandenen per Beamer auf einer Karte.

Hartwig weiter: „Alle Bürger der Samtgemeinde sind herzlich eingeladen, sich am Carsharing zu beteiligen.“ Auf die mögliche Frage „Und warum bietet das gerade die für Tankstellen und Schmierstoffe bekannte Firma Lühmann an?“, hatte Hartwig eine eingängige Antwort parat: „Wir wollen die Zukunft gestalten. Die Zukunft soll nicht uns gestalten.“

„Die Samtgemeinde Grafschaft Hoya ist innovativ“

„Die Samtgemeinde Grafschaft Hoya ist innovativ“, sagte Stadtdirektor Detlef Meyer in seiner Begrüßungsansprache. „Wir haben aber auch viele Wünsche.“ Die Feststellung, dass es Deutschland gut gehe, könne eins zu eins auf Hoya übertragen werden. Als herausragend nannte Meyer den zu leistenden Eigenanteil für die Breitbandversorgung in Höhe von 2,6 Millionen Euro und den Bau der Wasseraufbereitungsanlage für 1,1 Millionen Euro. Zum Vortragsthema von Hauke Hartwig erklärte Meyer: „Die Mobilität ist im ländlichen Raum mehr als nur ein Bedürfnis.“

Als guten Freund aus Holland begrüßte Bürgermeisterin Anne Wasner den häufigen Hoya-Besucher Tjalke Notermans. Mit ihm zusammen solle ein Blumenband von Hoya nach Holland gezogen werden. Die ersten Blumenzwiebeln sind am Brückenberg schon gepflanzt worden.

Quelle: kreiszeitung.de

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