Wenigstens kleine Freude

Jeder Stern steht für einen Wunsch: Erneute Weihnachtsaktion im Filmhof

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Oliver Wolf, Annette Quantz (hinten links), Christin Stegen (vorne rechts) und Sarah Dumschat (vorne) vom Verein „Hafensänger und Puffmusiker“ freuen sich ebenso wie Renate Paul (vorne links) und Filmhof-Geschäftsführerin Elke Brümmer (hinten rechts) über die Weihnachtswunschbaum-Aktion.

Hoya - Von Nala Harries. Weihnachten steht kurz bevor und einige Eltern stoßen bei den Wünschen ihrer Kinder an ihre finanziellen Grenzen. Auf den Wunschzetteln steht dann nicht mehr nur ein Kuscheltier, sondern eben die neueste Spielekonsole.

Aber was ist mit den Familien, denen das nötige Geld fehlt, um ihren Kindern wenigstens eine kleine Freude zum Weihnachtsfest zu bereiten? Für diejenigen hat der Eystruper Verein „Hafensänger und Puffmusiker“ in Zusammenarbeit mit Hoyaerin Renate Paul und dem Filmhof Hoya am Montagabend wieder den Weihnachtswunschbaum im Foyer des Kinos aufgestellt.

„Die Caritas in Verden hat vor einigen Jahren mit dieser Aktion begonnen und dort haben wir uns die Idee abgeschaut, weil es auch hier in Hoya und Umgebung viele bedürftige Kinder gibt, denen wir ein schönes Weihnachtsfest bescheren wollen“, erklärte der Vorsitzende der „Hafensänger und Puffmusiker“, Oliver Wolf.

Die Aktion war in den vergangene Jahren bereits sehr erfolgreich und findet mittlerweile zum sechsten Mal statt. Jedes Kind bis zu einem Alter von 18 Jahren erhält dafür von Renate Paul einen Stern, auf den es einen Wunsch schreiben darf. „Uns ist aufgefallen, dass sich Kinder aus Flüchtlingsfamilien gar nicht unbedingt Spielzeug wünschen, sondern eher existenzielle Dinge“, schilderte sie. Neben Playmobil und Dartpfeilen stehen auf den Sternen somit auch Wünsche wie eine Jacke oder ein neues Paar Schuhe.

Insgesamt 140 Wunschsterne wurden verteilt und hängen nun an der Tanne. Das Prinzip der Aktion ist ganz einfach: Jeder, der einem dieser Kinder eine Freude machen möchte, pflückt sich einen Wunschstern vom Baum und besorgt ein Geschenk. Dann muss nur noch der Stern am Paket befestigt werden und bis zum 14. Dezember wieder zurück zum Weihnachtswunschbaum in den Filmhof Hoya gebracht werden. Um alle Wünsche, die bis dahin nicht erfüllt worden sind, kümmert sich der Verein.

„Die ganze Aktion wäre gar nicht erst möglich, wenn nicht so viele Menschen die Wünsche erfüllen wollen würden. Die Resonanz in der Bevölkerung ist wirklich sehr groß“, freute sich Renate Paul. „Der Schenker beschenkt sich in dem Sinne ja auch selbst mit einem guten Gefühl“, fügte Oliver Wolf hinzu.

Unterstützt wird die Aktion von einer großzügigen Spende der Familie Meyer aus Singapur. Für die Bescherung am Samstag, 22. Dezember, um 11 Uhr im Filmhof Hoya werden alle bescherten Kinder zu einer Kinovorstellung eingeladen und im Anschluss überbringt der Weihnachtsmann die Geschenke.

Quelle: kreiszeitung.de

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