Steyerberg wird für eine Woche „Außenstelle“ der Bundeswehr

„Joint Cooperation“ mit Schwerpunkt im Südkreis

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Die Klimaschutzbeauftragte Sabine Schröder und die Flüchtlingsbeauftragte Valerie Grigat (v. li.) von der Gemeinde Steyerberg besprechen mit den Soldaten des ZentrZMZBw die vorübergehende Nutzung des Hauses als CIMIC-Center.

Steyerberg - Die Macher der CIMIC-Großübung „Joint Cooperation“, die vom 9. bis 16. November im Kreis Nienburg stattfindet, verlegen in diesem Jahr einen ihrer Themenschwerpunkte in den Südkreis. Zu diesem Zweck wird in Steyerberg ein so genanntes CIMIC-Center eingerichtet.

Es dient „im Einsatzland“ als Stützpunkt für die multinational zusammengesetzten Erkundungstrupps der Bündniskräfte und als öffentliche Anlaufstelle für die einheimische Bevölkerung. Hier werden Gespräche geführt und Informationen ausgetauscht. Zu üben, wie ein solches CIMIC-Center aufgebaut und betrieben wird, ist Bestandteil der „Joint Cooperation“. CIMIC ist die Abkürzung für Civil Military Cooperation (Zivil-Militärische Zusammenarbeit).

Das Haus in der Kirchstraße gehört der Gemeinde Steyerberg seit zwei Jahren. Im vorderen Teil war früher ein Ladengeschäft untergebracht, das der Gemeinde nach der Übung als Klimabüro dienen wird. Der große, helle Raum mit der breiten Fensterfront bietet beste Voraussetzungen für den Publikumsverkehr, der im Lauf der Übung zu erwarten ist. Major Theis Keckeis vom Zentrum Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr (ZentrZMZBw) in Nienburg prüft mit seinem Team noch einmal die Räumlichkeiten. Er schwärmt: „Unter so idealen Bedingungen waren wir noch nie untergebracht!“ Anderenorts muss oft ein selbst aufgebautes Zelt denselben Zweck erfüllen.

Gebäude gerne zur Verfügung gestellt

Die Steyerberger Klimaschutzbeauftragte Sabine Schröder erklärt: „Nachhaltige Entwicklung bedeutet für uns Klimaschutz, Energiewende und das soziale Zusammenleben aller Bürgerinnen und Bürger. Daher passt die Anfrage der Bundeswehr in unser Konzept, sodass wir ihr das Gebäude gerne zur Verfügung stellen.“ Im Rahmen der zukunftsorientierten Quartierentwicklung soll hier ein Treffpunkt für alle entstehen.

Die Flüchtlingsbeauftragte Valerie Grigat ergänzt: „Zurzeit sind im Obergeschoss Zimmer für ein vorübergehendes Wohnen für Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan eingerichtet, für die in dem Gebäude auch Schulungen durchgeführt werden. Ein Zusammentreffen mit den Soldaten, die sich mit ihrer Übung auch auf Gespräche mit Flüchtlingen in einem potenziellen Einsatzland vorbereiten, ist also thematisch passend und kann zum gegenseitigen Verständnis beitragen.“

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