Rustemeyer stellt sich nicht mehr zur Samtgemeindebürgermeister-Wahl

Keine weitere Kandidatur

Wolfgang Rustemeyer strebt nach 17 Jahren als Verwaltungschef keine weitere Amtszeit an.

Hoya - HOYA (kap) · Wolfgang Rustemeyer wird sich in diesem Jahr nicht für die Wahl des Amts des Bürgermeisters der neuen Samtgemeinde Grafschaft Hoya aufstellen. Am Montag teilte er dies den Mitarbeitern des Hoyaer Rathauses mit.

Zwischen ihm und Jost Egen habe es die Absprache gegeben, dass er nicht kandidiere, wenn Egen für eine Kandidatur zur Verfügung stehe, sagte Wolfgang Rustemeyer gestern in einem Pressegespräch. Nach dem Weggang des Eystruper Samtgemeindebürgermeisters (SGB) sei ihm aber verstärkt die Frage gestellt worden, ob er nicht für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters in der neuen Samtgemeinde kandidieren wolle. „Daher wollte ich die Weihnachtstage nutzen, für Gespräche mit meiner Frau, und um mir selbst ein Bild von der Gesamtsituation machen zu können“, erklärte der 56-Jährige. Die „inszenierte Ratssitzung“ vom 21. Dezember 2009 mit dem Hauptthema „Zukunft der Wirtschaftsförderung“ habe ihm die Entscheidung „leicht gemacht“.

„Für die Darstellung meiner Arbeit während dieser Sitzung bedanke ich mich und sehe dieses auch als meinen Abschied an. Jedes weitere Wort zu meiner Arbeit und meiner Person würde bei Berücksichtigung der Ereignisse im Jahr 2009 nur noch negativ bei mir ankommen und wirken“, sagte Rustemeyer.

Weiterhin versuchte er, die Wirtschaftsförderungs-Situation nachzuvollziehen: „Es kann schon als abenteuerlich bezeichnet werden, wenn jemand nach 14 Tagen Tätigkeit seine Sichtweise der Dinge mit Unterstellungen und Behauptungen in verschiedensten Gesprächen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, den Mitgliedern des Aufsichtsrats, Mitgliedern des Wirtschaftsförderungsvereins und den Fraktionen darstellen darf. Die Sichtweise wird dann von den genannten Personen übernommen. In einem Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden und einem Gespräch mit dem bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden sowie dem amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden soll der SGB dann gezwungen werden, auch diese Sichtweise zu übernehmen und damit die unterstellte nicht erfolgte Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung bestätigen. Dabei wurde nicht mal ein konkreter Anlass benannt.“

Weiter holte er aus: „Es ist sehr schön, wenn ein Mitarbeiter bereits nach 14 Tagen für die Bewertung einer Situation ein so großes Vertrauen eingeräumt wird. Es stellt sich die Frage, ob die Glaubwürdigkeit des Rathaus-Teams und seines SGB mit 17 Jahren Tätigkeit in dieser Samtgemeinde mindestens nicht gleich viel Vertrauen verdient.“

Mit seiner Entscheidung wolle er die Rathaus-Mitarbeiter auch „von dieser Diskussion befreien“ und habe das Gefühl, „das Team im Stich zu lassen, und das ist eine Scheiß-Situation“.

„Ich arbeite weiter ohne Einschränkung für diese Samtgemeinde, aber ich lasse mir nicht vorschreiben, wie ich meine Verwaltung zu leiten habe.“

Für die verbleibende Zeit wünscht er sich „weiterhin die Anerkennung der Arbeit des gesamten Rathaus-Teams und für die neue Samtgemeinde ausreichende Bewerber. Es wäre sehr schön, wenn Bewerber mit entsprechender Verwaltungsausbildung gerade in dieser Phase des Neuaufbaus einer Verwaltung im Rahmen des Fusionsprozesses gewonnen werden können.“

Quelle: kreiszeitung.de

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