Ferienkisten-Aktion des Naturschutzvereins Weseraue kommt sehr gut an

Kinder bauen Verstecke für Fledermäuse

Joshua (links) und Matthis basteln konzentriert an ihren Fledermauskästen. - Foto: Max Brinkmann

Wechold - Von Max Brinkmann. Fledermäuse stehen unter Naturschutz. Dennoch haben die nachtaktiven Flugtiere es sehr schwer. Denn die heutigen Häuser verfügen fast alle nicht mehr über Schlupflöcher, in denen sie sich tagsüber verkriechen können, um zu schlafen. Viele Fledermäuse suchen daher vergeblich geeignete Verstecke.

Zumindest etwas Abhilfe verschafften ihnen nun Arne Röhrs und Marco Meyer vom Naturschutzverein Weseraue. Im Rahmen der Ferienkiste Hilgermissen bauten sie zusammen mit Kindern Verstecke aus Holz für die kleinen Lebewesen.

Das Angebot wurde sehr gut angenommen. „Wir haben so viele Anfragen bekommen, dass wir die Aktion im Herbst noch mal wiederholen“, berichtete Röhrs. Er sei sehr erfreut über die Zustimmung, die das Projekt erfahren habe. 13 Kinder fanden sich in der Grundschule am Weserbogen in Wechold ein, um den Fledermäusen zu helfen. Zunächst gab es eine halbe Stunde lang Theorie, bei der die Organisatoren erklärten, was die Fledermaus überhaupt für ein Tier ist und was sie so besonders macht. Sie beantworteten viele Fragen, zum Beispiel „Welche unterschiedliche Arten gibt es?“ oder „Was fressen Fledermäuse“. Die meisten der 30 Fledermaus-Arten, die in Mitteleuropa vorkommen, ernähren sich von Insekten.

Auch das Schallortungssystem der Fledermäuse erklärten Röhrs und Meyer. Die Säugetiere können zwar schwarz-weiß sehen, doch in der Nacht bewegen sie sich meistens, indem sie Ultraschallwellen ausstoßen, die dann von Objekten reflektiert werden. Die Tiere verarbeiten die einzelnen Echos und wissen so, wie weit zum Beispiel ein Baum entfernt und wie groß dieser ist.

Nach der Theorie stand die Praxis auf dem Programm. Die 13 Jungen und Mädchen bauten unter der Anleitung von Röhrs und Meyer mithilfe von Leim und Schrauben Versteckkästen aus Holz. Die Exemplare können sie bei sich zu Hause aufhängen, sodass sich Fledermäuse da tagsüber hinein hängen und schlafen können. Auf diese Art und Weise bieten die Kinder den Tieren ein neues Heim an.

Quelle: kreiszeitung.de

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