Forscherlabor der „Expedition Nienburg“ öffnet

Kindliche Neugierde stillen

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Klein machen für die Kleinen: Vor allem Kinder wollen Britta Kreuzer und Barbara Weissenborn (v.l.) vom „Sprotte“ sowie die Mitstreiter der VHS mit dem kleinen Forscherlabor erreichen.

NIENBURG - Von Nikias Schmidetzki. Neugierde und Forscherdrang sind quasi angeboren – und vor allem bei Kindern noch vorhanden. Um Antworten selbst herausfinden zu können, und um Tipps zum Erklären zu geben, bieten Volkshochschule (VHS) und Sprotte-Begegnungszentrum die „Expedition Nienburg“ an.

Britta Kreuzer (Sprotte) und Susanne Politt (VHS) koordinieren das lokale Netzwerk der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Ziel der Stiftung ist es, alltägliche Begegnungen mit Naturwissenschaften, Mathematik und Technik vor allem für Kinder greifbar zu machen. Offiziell am Donnerstag, 6. Februar, möchte Dr. Susanne Schweizer, als Vertreterin der Stiftung aus Berlin, das Forscherlabor eröffnen. Seit Juni jedoch besteht das Angebot schon grundsätzlich. Nun ist auch der Raum im Begegnungszentrum in der Lehmwandlung eingerichtet. Dort sollen sich Gruppen direkt mit spannenden Themen auseinandersetzen können. Zudem richtet sich das Angebot an pädagogisches Fachpersonal, das Wissen an Kinder weitergeben will.

„Auf der Landkarte der Stiftung war der Landkreis bislang weiß“, erklärt Sprotte-Geschäftsführerin Barbara Weissenborn. Nun ist sie besonders froh, dass eine städtische Einrichtung mit einer des Landkreises zusammenarbeitet. Entscheidendes Detail: Es sollen keine gebührenpflichtigen Kurse angeboten werden. Vielmehr richtet sich die Möglichkeit an Kinder, die aus finanziellen oder sozialen Gründen an bisherigen vergleichbaren Angeboten nicht teilnehmen konnten. Die Nachhilfegruppe aus dem Sprotte soll den Raum ebenso nutzen, wie die benachbarte Kindertagesstätte „Arche Noah“.

Lehrende vor Ort sind Annette Demmer und Karin Hagedorn. Beide verfügen über reichlich Erfahrung im Bereich der Bildung – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Einrichtungen könnten sich sogar hervortun durch entsprechende Weiterbildungen, sagt Britta Kreuzer: „Wenn eine Einrichtung nachweist, nach dem pädagogischen Ansatz der Stiftung zu arbeiten, gibt es ein Zertifikat.“ Eine Kindertagesstätte aus dem Landkreis bekommt eine solche Auszeichnung im Rahmen der Eröffnung schon überreicht. Der Kindergarten Littlefoot aus Münchehagen nutzt die Instrumente und Ideen bereits.

Kindgerecht eingerichtet ist der Raum, mit einer Mischung aus Fachgegenständen und Möbeln eines bekannten schwedischen Einrichungshauses – das spart Geld. Zwei Wasserbecken beispielsweise sind gerademal 60 Zentimeter hoch, so dass Kinder sie ohne Probleme nutzen können. Zahlreiche Regale mit Utensilien zum Untersuchen befinden sich ansonsten in dem Raum, den schon so manche Gruppe zuvor genutzt hatte, dazu Koffer mit Anregungen, Tische und Stühle – und in einer Ecke diverse Musikinstrumente. „Es gab zum Glück keine Vorgabe, was sich nicht im Labor befinden darf“, sagt Barbara Weissenborn. Und auch Musik gehört ja irgendwie zum Erforschen der Umwelt. Und, so sagt es Britta Kreuzer, es gehe doch gar nicht nur um das alleinige Wissen. Auch der Sprachförderung könne Experimentieren dienen, meint sie. Denn: „Wer etwas entdeckt, will es auch ausdrücken.“

„Wir wollen den Raum so vielfältig wie möglich nutzen“, bringt es Barbara Weissenborn auf den Punkt. Und so rufen Sprotte und VHS auf, sich zu melden, um das Angebot für die eigene Schule, Kita oder Jugendgruppe zu nutzen – ganz explizit, nicht nur aus der Stadt, gern auch aus dem ganzen Kreis. Absprachen sind direkt im Sprottezentrum unter Tel. 05021/ 60 56 02 möglich.

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