Stadt verhandelt mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt

Kino: Noch kein Baustart in Sicht

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Das Archivfoto stammt aus dem April. Bis auf die Vegetation hat sich auf Baugrundstück für das neue Kino bis heute nichts getan

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Im Herbst 2018 – pünktlich zur James Bond-Premiere – sollte im neuen Nienburger Kinocenter das Licht angehen. Das hoffte Investor und Betreiber Holger Glandorf bei der Vorstellung der Pläne des Neubaus am Nienburger Hafen vor gut zwei Monaten.

Schon im Oktober könnten die Bagger anrücken, hieß es damals.

Sind sie bis heute nicht. Auf dem Grundstück zwischen Brückenstraße und Hafen hat sich noch nichts bewegt. Nicht einmal ein Bauschild kündigt einen zeitnahen Baubeginn an und der Winter steht direkt vor der Tür.

„Wir haben nun die offizielle Zusage des Wasser- und Schifffahrtsamtes“, verkündete Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes bei der Vorstellung der Pläne. Das sieht mittlerweile anscheinend etwas anders aus. „Wir befinden uns in Verhandlungen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt über den wertgleichen Grundstückstausch“, erklärte Onkes auf Blickpunkt-Nachfrage jetzt. Mit anderen Worten: Das Grundstück, auf dem das neue Kinocenter entstehen soll, befindet sich noch immer im Besitz des WSA. Geplant ist, dass die Behörde das Areal an die Stadt verkauft und dafür ein Grundstück am westlichen Weserufer als Ausgleich erhält. Anschließend will die Stadt das Grundstück an Holger Glandorf verkaufen.

Bis es zum Tausch der Grundstücke zwischen Stadt und WSA kommt, muss noch ein weiteres Detail geregelt werden. So soll im Zuge des Tausches die Spundwand vom benachbarten Grundstück der Mühle verlängert werden, damit die Behörde zukünftig einen direkten Zugang zur Weser hat. „Wie wir die Spundwand vertraglich regeln, muss im Detail geklärt werden“, berichtet Henning Onkes. „Wir bemühen uns, diese Einzelheiten so schnell wie möglich zu regeln.“

Neuer Filmpalast entsteht an der Brückenstraße

Es gehe aber ausschließlich um die Klärung von Einzelheiten, betont Henning Onkes ausdrücklich. Daran, dass der Grundstückstausch zustande kommt, habe er keine Zweifel. „Ich wäre auch gern schneller unterwegs gewesen. Wir müssen diese besondere Fallkonstellation aber sauber lösen.“

Wann die Bagger nun endlich anrücken können, lässt er offen. „Ich möchte keine zeitlichen Verlautbarungen machen“, sagt Onkes.

Sieben Säle soll das neue Kino umfassen. Ein Neubau sei zwingend notwendig, betonte der Investor im September. 

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