Katholisches Pfarrhaus wird saniert

Kirchengemeinde Hoya greift tief in ihre Tasche

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Noch ist das Pfarrhaus eine Baustelle. Im Oktober aber soll Pastor Mathew Thayil dort einziehen. Gemeinsam mit Beatrix Alhusen und Regina Binnewies sowie Architektin Sandra Zurwellen (von links) überzeugte er sich am Dienstag vom Baufortschritt.

Hoya - Von Michael Wendt. Wenn die katholische Kirchengemeinde Hoya in Zeiten von Pastoren-Mangel schon die Chance bekommt, wieder einen Pastor vor Ort zu haben, dann will sie es ihm auch richtig schön machen.

Deshalb lässt sie derzeit das Pfarrhaus an der Kirche in Hoya (Im Park 6) renovieren: Es bekommt neue Strom- und Wasserleitungen, und vor allem wird es grundlegend energetisch saniert. Einen beträchtlichen Teil der Baukosten trägt die Kirchengemeinde selbst.

„Für uns ist es schön, dass Pater Mathew herkommt, und wir wieder einen Pfarrer vor Ort haben“, sagt Beatrix Alhusen, Kirchenvorstandsmitglied aus Eystrup. Pater Mathew, das ist Mathew Thayil. Der gebürtige Inder, der mit Unterbrechung insgesamt seit gut 25 Jahren in Deutschland lebt, ist seit Herbst Pastor in der Region. Er wohnt derzeit in einer Gästewohnung in Bruchhausen-Vilsen. Im Oktober will er in Hoya einziehen. Zuletzt hatte Pfarrer Ansgar Lammen die Räume im Pfarrhaus genutzt, er trat aber 2016 eine Stelle im Emsland an.

Das Pfarrhaus wurde Mitte der 60er-Jahre errichtet und brauchte nun eine Grundsanierung.

Im Moment herrscht im Pfarrhaus reges Handwerker-Treiben, koordiniert von Architektin Sandra Zurwellen vom Twistringer Ingenieurbüro Rubbert. „Wir haben die noch aus den 60er-Jahren stammenden Fenster im Erdgeschoss ausgetauscht, die Heizkörpernischen zugemauert und gedämmt, die Rollladenkästen entfernt und auch über den Fenstern gedämmt. 

Die Außenwände haben eine Einblasdämmung bekommen, und auch die Dachschrägen wurden gedämmt“, erklärt sie. Außerdem bekommt das Mitte der 60er-Jahre gebaute Haus eine neue Heizung und neue Heizkörper. „Damit ist es jetzt auf dem heutigen Stand der Technik“, sagt Sandra Zurwellen.

Im Obergeschoss zieht Mathew Thayil ein, im Erdgeschoss werden Diensträume und ein Pfarrbüro eingerichtet. Pfarrsekretärin Elisabeth Wehlage soll nach dem Umbau einen Tag die Woche in Hoya vor Ort sein. Bislang arbeitet sie ausschließlich in Bruchhausen-Vilsen.

Gemeindemitglieder helfen mit

Die Sanierung kostet rund 120.000 Euro. 35.000 bis 40.000 Euro davon zahlt die Kirchengemeinde, den Rest trägt die Diözese Osnabrück. Die beiden Kirchenvorstände Regina Binnewies (Hoya) und Beatrix Alhusen loben die Mithilfe der Gemeindemitglieder. „Sie haben – teils mit ihren jugendlichen Kindern – tatkräftig beim Ausräumen des Pfarrhauses geholfen“, sagt Regina Binnewies, und Beatrix Alhusen ergänzt: „Es gibt eine große Hilfsbereitschaft. Die Leute wissen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man eine Kirche vor Ort hat.“

Die Kirchengemeinde Hoya, die in den 80er-Jahren mit der Eystruper zusammengeschlossen wurde, zählt rund 1 000 Mitglieder. Pater Mathew betreut zusammen mit Pfarrer Volker Kupka (Syke) und drei Pastoralreferenten den Gemeindeverbund Hoya, Bruchhausen-Vilsen, Brinkum, Kirchweyhe und Syke mit zusammen fast 10.000 Mitgliedern.

Quelle: kreiszeitung.de

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