Kirchenvorstandswahlen in Nienburg am 11. März

Das Gemeindeleben im Kirchenkreis Nienburg gestalten

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Sie werben mit vielfältigen Plakaten für eine hohe Wahlbeteiligung (von links): Pastorin Melanie Logemann, Superintendent Martin Lechler und Kirchenvorsteherin Sigrid Piehl.

Landkreis - Von Johanna Müller. Nach zwei großen Wahlen im vergangenen Jahr werden die Menschen im Kreis Nienburg jetzt erneut an die Wahlurnen gebeten.

Es geht zwar um kein politisches Gremium, aber dennoch werden die aufgestellten Kandidaten das Leben in den jeweiligen Gemeinden beeinflussen. Am 11. März werden in Niedersachsen die Kirchenvorstände neu bestimmt.

Dass diese Vorstände eine wichtige Bedeutung für die jeweiligen Kirchengemeinden haben, erklärt der Superintendent des Kirchenkreises Nienburg Martin Lechler in einem Pressegespräch: „Die gewählten Ehrenamtlichen bilden gemeinsam mit den Pastoren und berufenen Mitgliedern das Leitungsorgan einer Kirchengemeinde.“ Damit sind die Gewählten verantwortlich für Themen wie die Auswahl der Pastoren, aber auch die Finanzen einer Gemeinde und eventuelle Baumaßnahmen. „Unsere historischen Gebäude sind ein Schatz, aber auch eine Herausforderung, um die sich gekümmert werden muss“, erklärt Lechler.

Die Arbeit im Kirchenvorstand sei mit viel Verantwortung verbunden – und eine spannende Aufgabe, sagt Pastorin Melanie Logemann, die für die Wahlen eine lokale Plakatkampagne mitentwickelt hat. „Die Vorstände entscheiden über Geld und darüber, wo die Gemeinde Akzente setzt“, erklärt sie. Auf den Plakaten steht daher: „Mitdenken, Mitreden, Mitentscheiden.“ Dies gelte aber nicht nur für die neuen Kirchenvorsteher, sondern auch die Wähler, die ihre Stimme nutzen sollten.

In den Verantwortungsbereich der Ehrenamtlichen fallen auch die kirchlichen Friedhöfe. Eine wichtige Aufgabe bleibt außerdem die Flüchtlingsarbeit. Sonntags gestalten die Mitglieder den Gottesdienst mit, ein Teil der Sigrid Piehl besonders Spaß macht. Die Nienburgerin engagiert sich im Kirchenvorstand St. Martin. „Mir ist das unglaublich wichtig. Ich finde in kirchlichen Strukturen Menschen, die so denken wie ich“, sagt sie. Gerne gestaltet sie das Gemeindeleben mit. Ebenso wie der Superintendent hofft sie, dass sich viele Kirchenmitglieder an der Wahl beteiligen und ihrem Kirchenvorstand so Autorität verleihen.

Im Kirchenkreis Nienburg gibt es rund 30 000 Wahlberichtigte. Sie alle haben bereits eine Wahlbenachrichtigung erhalten und können damit auch Briefwahl beantragen. Erstmals dürfen Jugendliche ab 14 Jahren ihre Stimme abgeben. Die Verantwortlichen wären froh, wenn die Wahlbeteiligung von vor sechs Jahren wieder erreicht oder sogar übertroffen wird. Rund 20 Prozent der Berechtigten waren 2012 dabei.

Um die Stimmabgabe etwas attraktiver zu gestalten, planen viele der Gemeinden ein Kirchencafé oder ähnliche Veranstaltungen für Sonntag, 11. März. Gewählt wird nach dem Gottesdienst ab 11 bis etwa 17 Uhr. Dies regeln die 18 Gemeinden und fünf Kapellen individuell. Weitere Informationen – auch zu den Kandidaten – erhalten die Kirchenmitglieder daher in ihrer Gemeinde. Allgemeine Infos zur Kirchenvorstandswahl gibt es im Internet unter www.kirchemitmir.de.

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