Neue Lösung in Lemke noch 2018

Kita in Mehlbergen kommt doch nicht 

Mehlbergen - Die Samtgemeinde Marklohe stoppt aufgrund der unvorhersehbaren hohen Kosten für den Brandschutz den Aus- und Umbau der ehemaligen Kindertagesstätte Mehlbergen.

Diesen Entschluss ließ Samtgemeindebürgermeisterin Inge Bast-Kemmerer am Donnerstag der Presse mitteilen. Stattdessen werde nun in eine Lösung am Standort Lemke investiert, heißt es in der Mitteilung weiter.

Da die erwartete Nachfrage, insbesondere nach Krippenplätzen in der Samtgemeinde für das Kindergartenjahr 2018/2019 deutlich höher sei, als derzeit Plätze vorhanden sind, haben sich die politischen Vertreter und die Samtgemeindeverwaltung gemeinsam dazu entschlossen, das Angebot für die Kinderbetreuung zu erweitern und noch mehr auf die Bedürfnisse der Kinder und Eltern einzugehen. Um die Nachfrage, insbesondere im Raum Lemke und Marklohe langfristig zu decken, werde mehr Platzbedarf erforderlich sein. Für 2018 bis 2020 wurde deshalb zunächst nach einer Interimslösung gesucht.

Zu hohe Investition nötig

Als mögliche Lösung wurde an die Reaktivierung der ehemaligen Kindertagestätte Mehlbergen gedacht, die 2014 nach Balge verlagert wurde. Diese Immobilie gehört der Samtgemeinde. Mit dem Auszug der Kitagruppen sei die Betriebserlaubnis für die Nutzung als Kita erloschen. Für eine Revitalisierung dieser Einrichtung wäre eine Baugenehmigung vom Landkreis zu bewilligen.

Leider haben sich in der Zwischenzeit die Brandschutz- und Sicherheitsvorschriften jedoch drastisch verschärft, teilt die Samtgemeinde mit. Kosten im fünfstelligen Bereich wären alleine dafür aufzubringen. Politik und Verwaltung waren sich einig, dass die hohe Gesamt-Investition – gerade für eine Interimslösung – nicht zu verantworten ist. Die Verwaltung und die politischen Vertreter der Samtgemeinde haben unter diesem Gesichtspunkt die Pläne infrage gestellt und mehrere alternative Konzepte geprüft, insbesondere auch mit dem Fokus, eine Einrichtung dort zu etablieren, wo die größte Nachfrage vorhanden ist. Der Samtgemeindeausschuss hat in einer Dringlichkeitssitzung am 22. März somit einstimmig beschlossen, die erforderlichen Krippenplätze in direkter Nachbarschaft zum Standort der Kita und Grundschule Lemke einzurichten.

Kita Lemke: Containerlösung noch 2018

Um bereits in diesem Jahr zum 1. August den Eltern ein Angebot zur Unterbringung ihrer Kinder zu ermöglichen, soll nun in eine schnell verfügbare, hochwertige Containerlösung investiert werden. Rückfragen bei vergleichbaren Einrichtungen würden zeigen, dass Containerlösungen mittlerweile einen so hohen Qualitätsstand erreicht haben, dass sie traditionellen Bauten in nichts nachstehen.

Die Anbieter lassen eigene Planungswünsche des Betreibers und eine individuelle, bedarfsgerechte Zusammenstellung zu. Gruppen- und Ruheräume sowie die Sanitäreinrichtungen seien auf die Bedürfnisse der Krippen- oder Kitakinder abgestimmt und sogar eine eigene Küche sorge für die Unabhängigkeit von der Schulmensa.

Natürlich werden alle Sicherheits-, Lärm- und Brandschutzbestimmungen sicher eingehalten, versichert Bast-Kemmerer. Die Verwaltung und die politischen Gremien sind davon überzeugt, dass mit dieser Lösung, anstelle des Konzepts Mehlbergen, für die meisten Eltern keine Nachteile entstehen, sondern, im Gegenteil, mehr Eltern nun eine Zusage für ihren Wunschort bekommen werden.

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild 

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