Nienburg hat wieder einen Stadtentwickler

Aus Mittelhessen an die Mittelweser

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Ein zentrales Thema für Klaus Hütten ist die Innenstadtentwicklung in Nienburg.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Seit vier Wochen hat Nienburg mit Klaus Hütten wieder einen Stadtentwickler. Der 51 Jahre alte Familienvater verrät, warum er von Mittelhessen an die Mittelweser wechselte. 

Gleich zwei Mal kann Klaus Hütten zukünftig seinem Lieblingsverein bei Auswärtsspielen in Hamburg und Hannover zujubeln, ohne dafür allzuweit reisen zu müssen. In der kommenden Saison könnte sogar noch Bremen hinzukommen.

Von Stadtallendorf nach Nienburg

Zweitliga-Fußballpartien sind natürlich nicht der Grund, warum der VFL Bochum-Fan vor einem Monat von Stadtallendorf nach Nienburg gezogen ist. Vielmehr hat er die seit Langem vakante Leitung des Fachbereiches Stadtentwicklung übernommen. „Ich wollte noch einmal andere Strukturen kennenlernen, andere Aufgaben übernehmen“, begründet der 51 Jahre alte Familienvater seinen Wechsel aus dem mittelhessischen Bergland in die norddeutsche Tiefebene. „Außerdem finde ich Nienburg attraktiv.“

Tischlerlehre nach dem Abitur

Unbekannt ist ihm Norddeutschland nicht. Ein paar Jahre lang arbeitete Klaus Hütten bereits in Rotenburg (Wümme). Nicht die einzige Station im Berufsleben des gebürtigen Rheinländers. Klaus Hütten wuchs in Millingen, einem kleinen Ort am Niederrhein, auf. Dort schloss er nach dem Abitur eine Tischlerlehre ab, bevor er in Aachen Architektur und Städtebau studierte. Anschließend war er in Mainz bei der Deutschen Bahn und für ein Architekturbüro in Rotenburg tätig. Er wechselte in den nordrhein-westfälischen Verwaltungsdienst, absolvierte dort ein Referendariat und übernahm schließlich vor 16 Jahren in Stadtallendorf die Leitung für einen Fachbereich, der sich mit der Pflege, Instandhaltung und Neubau der infrastrukturellen Ausstattung der Stadt beschäftigt. „Meine Töchter sind groß. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, noch einmal etwas neues zu wagen“, erklärt Hütten. Die Stellenausschreibung der Stadt Nienburg sei genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen.

Nienburgs neuer Stadtentwickler ist Fan des VFL Bochum.

Innenstadtentwicklung ist zentrales Thema

Ein zentrales Thema, mit dem er sich in seiner neuen Position intensiv beschäftigen werde, sei die Innenstadtentwicklung. „Der historische Stadtkern ist die gute Stube Nienburgs. Das ist ein Bereich, dem wir besondere Aufmerksamkeit widmen müssen“, verdeutlicht Hütten. Grundsätzlich stehe die Innenstadt aber gut da. „Man hört immer nur, was nicht funktioniert. Dabei gibt es hier viele Dinge, die bereits gut laufen. Nienburg hat eine ganze Menge Potenzial.“

"Jede Stadt ist einzigartig"

Dieses auszuschöpfen, dabei sollen ihm auch seine Erfahrungen aus Stadtallendorf helfen. Allerdings könne man eine in einer Stadt erfolgreiche Strategie nicht einfach auf eine andere übertragen. „Dafür sind Städte zu unterschiedlich. Jede ist einzigartig. Meine Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe, sind aber immer im Hinterkopf dabei.“ Neben der Innenstadtentwicklung haben bei Klaus Hütten die Themen Mobilität, die Versorgung mit Wohnraum sowie Demografie Priorität.

Millingen, Bochum und Jupp Tenhagen

Sein Geburtsort Millingen ist übrigens verantwortlich dafür, dass Klaus Hütten regelmäßig mit dem VFL Bochum leidet und den Kaffee in seinem Büro im Nienburger Rathaus aus einer weiß-blauen VFL-Tasse trinkt. „Jupp Tenhagen stammt aus meinem Heimatdorf“, erzählt Nienburgs neuer Stadtentwickler mit einem gewissen Stolz. Tenhagen spielte in den Siebzigerjahren lange für Bochum – damals noch in der ersten Liga – und brachte es sogar auf drei Einsätze in der Nationalmannschaft.

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