Konfirmationsfotos als Spiegel der Zeit

Ausstellung des Magelser Vereins „Alte Schule“ gut besucht

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Vier der Organisatoren der Ausstellung: (von links) Wilhelm Meyer, Wilken Brüns, Hartmut Westermann und Manfred Strahmann. Sie beantworteten auch Fragen zu den Bildern.

Magelsen - Von Marion Thiermann. Konfirmationsfotos von früher bis heute waren jetzt bei der mittlerweile zehnten Fotoausstellung des Vereins „Alte Schule“ in Magelsen zu sehen.

Zahlreiche Gäste stöberten sich durch die Bildersammlung im Flur der Alten Schule, und die meisten von ihnen fanden sich selbst auf einem der Fotos wieder. Neben rund 50 Bildern von Konfirmationen waren auch etliche von Jubiläumskonfirmationen zu sehen. 

Beim ältesten Bild der Schau wissen die Organisatoren nicht, wann es aufgenommen wurde und welche Personen es zeigt. Das älteste Bild mit bekanntem Aufnahmedatum stammt von 1923. Auf den Rückseiten der meisten Bilder standen die Namen der abgebildeten Personen. Teilweise enthielten die Auflistungen Lücken, von denen die Besucher einige schließen konnten.

Neben den Fotos waren auch eine Grundrisszeichnung der Magelser Kirche zu finden, Zeitungsausschnitte mit Berichten über Jubiläumskonfirmationen sowie Ausgaben vom Heimatboten, dem Monatsblatt für die Kirchengemeinden im Hoyaer Land. Wie in jedem Jahr erzählte auch diese Ausstellung wieder ein Stück Geschichte aus Magelsen und umzu.

Schick gekleidete Konfirmanden in Reih und Glied

Eins hatten alle Bilder gemeinsam: Damals wie heute stehen die schick gekleideten Konfirmanden in Reih und Glied. Neben ihnen: die Pastoren, angefangen mit Viktor Stegemann, der fast 40 Jahre lang bis 1948 in Magelsen predigte. Auf ihn folgte Werner Rabius, der bis 1977 hauptberuflich und danach zehn Jahre ehrenamtlich Pastor in Magelsen war. Danach übernahm Behrens aus Schwarme die Stelle vertretungsweise. Von 1987 bis 1991 predigte Rolf Meyer im Ort, danach bis 1996 Paul-Gerhard Meißner, bis 2006 Hartwig Helfritz, und seit 2006 ist Friederike Werber Pastorin in Magelsen.

Im großen Gemeinschaftsraum der Alten Schule ergänzten einige von Hermann Boymann ausgestellte „antike“ Gegenstände aus „De olen Schüün“ die Ausstellung. Unter ihnen ein Waffeleisen, mit dem man früher am Kohleherd gebacken hat, eine handkurbelbetriebene Waschtrommel, eine Kohlmaschine zum Weißkohlschneiden und ein 100 Jahre alter Kochtopf, den man einst über offenem Feuer verwendete.

Ausstellung als Begegnungsstätte

Die Ausstellung hat sich „zu einer Begegnungsstätte entwickelt“, sagt Mitorganisator Hartmut Westermann. „Die Leute, die herkommen, haben sich oft lange nicht gesehen.“ Bei Kaffee, Kuchen und Würstchen im Brötchen, die es gegen eine Spende für den Verein „Alte Schule“ gab, saßen viele Besucher zusammen und plauderten. Im Namen des Vereins dankte Westermann der Dorfbevölkerung für die Beteiligung an der Veranstaltung, für die Bereitstellung der Fotos und für die gesponserten Kuchen und Torten.

Die für 2018 geplante Fotoausstellung wird am Sonntag, dem 11.11., das Thema „Karneval“ behandeln. Dafür suchen die Organisatoren Bilder der Bevölkerung aus Magelsen und Umgebung.

Quelle: kreiszeitung.de

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