Auftaktveranstaltung gut besucht

Kreuzkraut-Aktionswochen im Juni geplant

Lüder Cordes von der Landwirtschaftskammer lobte Naturschutzverein und Samtgemeinde für ihre Initiative.

Hoya - Der sehr gute Zuspruch für die Auftaktveranstaltung zur Kreuzkraut-Aktion in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya zeigte, dass die Pflanze für die Pferdebesitzer und Imker ein Problem darstellt.

Mehr als 30 Interessierte waren diese Woche in die Landesreitschule in Hoya gekommen – neben Vertretern von Reitvereinen auch Privatpersonen und Imker. Hintergrund ist der Start des Projekts, bei dem der Naturschutzverein Weseraue in Kooperation mit der Samtgemeinde und der Landwirtschaftskammer das Vorkommen von Kreuzkraut in der Region erfassen möchte – unter Mithilfe der Bevölkerung.

Dr. Arne Röhrs und Frauke Litzkuhn vom Naturschutzverein Weseraue stellten das das Projekt vor und übergaben das Wort an Lüder Cordes. Der Experte von der Landwirtschaftskammer Nienburg referierte sehr fachkundig und kurzweilig, teilt der Naturschutzverein in einer Pressemeldung mit. Cordes stellte die Problematik dar und zeigte Möglichkeiten auf, die Bestände von Kreuzkraut zu minimieren.

Wie sich im Laufe des Abends herausstellte, ist das Vorkommen der Pflanze in der Samtgemeinde wohl nicht besorgniserregend hoch. Aber in gewissen Regionen bereitet es besonders den Pferdehaltern Kopfzerbrechen. Denn Kreuzkraut ist eine Gefahr für die Tiere, wenn sie es essen. Damit in der Samtgemeinde nicht Zustände wie in Schleswig-Holstein eintreten, wo das Jakobskreuzkraut großflächig zu finden ist, gelte es rechtzeitig zu handeln.

Lüder Cordes lobte dabei die vom Naturschutzverein Weseraue gestartete Initiative. Er stellte auch der Samtgemeinde ein sehr gutes Zeugnis für ihr Engagement aus, dies sei einzigartig in der Region. „Ohne den Einsatz von Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer sei diese Aktion nicht denkbar gewesen“, betonte Arne Röhrs.

An dem Abend wurde deutlich, dass viel Geduld und Fleiß notwendig seien, um das Kreuzkraut einzudämmen. Weil die Pflanze eine Rolle im Naturhaushalt spielt, sei eine flächendeckende Ausrottung nicht anzustreben.

Der Vorsitzende der Imkervereins Hoya, Uwe Niedergesäß, legte besonderen Wert auf die Feststellung, dass eine Entfernung mit Augenmaß wünschenswert sei. Ein generelles Kurzhalten von zum Beispiel Wegeseitenrändern sei nicht wünschenswert, weil Bienen diesen Lebensraum dringend benötigen.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass eine samtgemeindeweite Aktion – ähnlich wie die bewährten Müllsammelaktionen – für die Eindämmung des Kreuzkrauts sinnvoll sei. Diese wird nun vom Naturschutzverein und von der Samtgemeinde geplant und koordiniert. Der Sammelzeitraum soll sich vom 1. bis 21. Juni erstrecken. Die entfernten Pflanzen können dann an einem Sammelpunkt abgegeben werden. Genauere Informationen werden rechtzeitig über die Presse und auf der Homepage des Naturschutzvereins bekannt gegeben. Die Reitvereine der Samtgemeinde werden gesondert informiert.

www.naturschutzverein-weseraue.de

Quelle: kreiszeitung.de

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