Aktion soll wiederholt werden

Kreuzkraut eindämmen, nicht ausrotten

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Die Hauptblütezeit vom Jakobskreuzkraut liegt um den 25. Juli. Blühende Exemplare finden sich teilweise noch im November.

Samtgemeinde - Das diesjährige Kreuzkraut-Projekt in der Samtgemeinde Hoya soll nächstes Jahr wiederholt werden. Das haben der Naturschutzverein Weseraue aus Hilgermissen und die Samtgemeinde beschlossen.

Denn: „Die Problematik ist mit dieser einmaligen Aktion nicht vom Tisch“, betont Arne Röhrs, Vorsitzender des Vereins. Ziel des Projekts, an dem auch die Landwirtschaftskammer beteiligt war, sei es nicht, das Jakobskreuzkraut, das auch als Jakobsgreiskraut bekannt ist, auszurotten, sondern es einzudämmen. „Das ist ein ständiger Prozess.“ Im Juni hatten die Beteiligten zu einer dreiwöchigen Sammelaktion aufgerufen.

Ein weiteres Ziel des Projekts war es, das Kreuzkraut-Vorkommen in der Region zu erfassen. Dabei ist laut Röhrs deutlich geworden, dass in der Samtgemeinde zum Teil größere Bestände vorhanden sind, als viele gedacht haben.

Bewusstsein für die Gefahr stärken

Zudem sei das Bewusstsein für die Gefahr, die durch die Pflanze ausgeht, gestärkt worden. Auch brachten die Organisatoren den Weg der fachgerechten Entsorgung der Pflanze an die Öffentlichkeit. „Wir sind mit der Teilnahme sehr zufrieden“, resümiert Röhrs. „Wir möchten uns bei allen Teilnehmern und besonders bei den Reitvereinen der Region für die große Unterstützung bedanken.“

Gut sei es, die Pflanze in einem frühen Stadium zu entfernen. Zu erkennen ist sie an den ungewöhnlich gezackten Blättern.

Derzeit blüht das Jakobskreuzkraut. Die 20 bis 130 Zentimeter langen Stängel sind an der Basis auffällig rot und gehen weiter oben in Grün über. Die Köpfe besitzen 12 bis 15 Blüten, die dünn und strahlenförmig angeordnet sind. Größere Bestände sollen per E-Mail an info@naturschutzverein-weseraue.de gemeldet werden. Kleine Mengen können über den Hausmüll entsorgt werden, der später verbrannt wird. Andernfalls würden sich die Samen erneut verbreiten.

Wichtig bei der Entsorgung ist das Tragen von Handschuhen, denn schon eine kurze Berührung kann giftig sein. Die Pflanze solle bestenfalls mitsamt Wurzel entfernt werden. Dabei können Gartengeräte wie eine Forke helfen.

Weitere Infos beim Verein unter Telefon 04256/982324 oder per E-Mail an info@naturschutz-verein-weseraue.de sowie im Internet:

www.ak-kreuzkraut.de

www.kreuzkraut.de

Quelle: kreiszeitung.de

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