Nienburgs Künstlerin Bea-Garding Schubert stellt auf der Art Beijing aus

Vom Big Apple über Peking nach Köln

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Eine Arbeit von Garding-Schubert hängt in der deutschen Botschaft in Athen.

Nienburg - von Kristina Stecklein. Ihre Werke sind unverkennlich, der Stil mittlerweile "typisch". Bea Garding-Schubert arbeitet als Künstlerin. Aber nicht nur in Nienburg - momentan stehen einige ihrer Werke sogar auf der Art Beijing in Peking.

Mit strahlenden Augen schaut sie in ihr derzeitiges Sommer-Atelier, sucht nach Worten, die beschreiben, wie wichtig in ihrem Leben Kunst ist. Irgendwann sagt sie: „Ohne einen Inhalt zu haben, könnte ich gar nicht malen“. Wegen der steigenden Wärme ist sie aktuell aus ihren Atelierräumen in die geräumige Doppel-Garage gezogen.

Bea Garding-Schubert in ihrem Sommer-Atelier.

Die Nienburger Künstlerin stellt aktuell auf der Art Beijing in Peking aus, präsentierte ihre Kunstwerke im vergangenen Jahr sogar in New York. „Die Grundlage meiner Arbeiten ist immer Spray paint“, erklärt Garding-Schubert. Mit ihrem Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig habe alles angefangen. Doch richtig durchgestartet ist sie erst vor drei Jahren. „Die Kunst war immer ein wenig zweitrangig“, gibt sie zu.

Wer ein Werk von Garding-Schubert sieht, der merkt: Helle Farben, die fast verträumt wirken – aber auch viel weiß und der Einsatz von unterschiedlichen Materialien prägen ihren Stil. „Ich schaffe surreale Welten. Ich arbeite mit der Symbolik von Räumen, Käfigen und Fesseln. Meine Bilder haben unzählig viele Schichten. Und immer haben sie einen tieferen Sinn“, sagt die Künstlerin über ihre Arbeitsweise. Häufig versteckt sich das englische Wort „open“ (offen) in ihren Titeln. Lachend versucht sich Garding-Schubert zu erklären: „Ich habe da einen weltverbesserischen Ansatz und die Hoffnung, mit meiner Kunst eine positive Ausstrahlung zu vermitteln.“

Das Galerie N-Mitglied stellte 2016 in der Soho Art Space Gallery in Manhattan aus. Dort war sie auch vor Ort. „Das war natürlich ein Highlight“, sagt sie mit leuchtenden Augen und erinnert sich an den so selbstverständlichen Umgang der New Yorker mit Kunst: „Dort existiert keine Schwellenangst, eine Galerie zu betreten. Zudem habe ich mich In New York von der großartigen Street Art beeinflussen lassen.“ In dem Rahmen entstand ihre Werkreihe „Kunst für Nienburg“, in welcher sie Nienburgs „Wahrzeichen“ wie „Die kleine Nienburgerin“, die Weserbrücke oder den Kirchturm festhielt. „Hiermit bediene ich einen ganz anderen Markt“, sagt sie. Als Künstler habe man es in seiner eigenen Stadt immer noch am schwersten.

Seit der Ausstellung in New York kamen noch mehr Anfragen. „Aus „nebenbei malen“ ist viel mehr geworden“, sagt die Künstlerin. Ein Drittel ihrer Zeit nimmt dabei die Vermarktung der Werke ein. Sie bietet ihre Kunst auf Portalen wie Artfinder und Saatchi an – bedient aber auch sämtliche Social Media Kanäle wie facebook, instagram und Co. Immer häufiger kommen dadurch Kooperationen wie die auf der Art Beijing in Peking zu Stande. „Viele Kontakte kommen über das Internet. Daraus ergeben sich Beteiligungen an Ausstellungen und Kunstmessen“, berichtet die Nienburger Künstlerin.

In diesem Jahr erwartet die Künstlerin ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Es geht im Dezember zur Art Fair in Luxemburg, vorher stellt sie noch in Barcelona aus. „In Luxemburg werde ich mit Malutensilien vor Ort sein. Die mich vertretende Galerie wird ein Live Painting veranstalten, woran ich teilnehmen werde“, überlegt sie laut.

Ziel für 2018 ist die Art Cologne. Die bedeutendste deutsche Kunstmesse ist in diesem Jahr von 52 000 Menschen besucht worden. „Es gibt einige Stufen, die man als Künstler durchschreiten muss“, weiß die Nienburgerin. „Galerien, Messen, Awards, all das sollte wenn möglich bedient werden.“

Wenn man Garding-Schubert aber bei ihrer Arbeit im gemütlichen Sommer-Atelier beobachtet, wirkt sie nicht, als ob sie noch Stufen durchschreiten muss. Viel eher, als sei sie bereits angekommen.

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