Verdener Blasorchester in Hoya

Neuer Dirigent, alte Leidenschaft

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Im renovierten Kulturzentrum Martinskirche spielte am Samstag das Verdener Blasorchester im TSV Borstel unter der Leitung seines neuen Dirigenten Mattis Meyer (links).

Hoya - Von Horst Friedrichs. Gleich zwei Premieren erlebte das Kulturzentrum Martinskirche in Hoya am Samstagabend: Nach der Renovierung spielte dort erstmals wieder das Blasorchester Verden im TSV Borstel, und zum ersten Mal in der altvertrauten Umgebung leitete der neue Dirigent Mattis Meyer das Orchester. Dessen Beliebtheit erwies sich als ungebrochen. 

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Konzerts waren die Publikumsreihen bis auf den letzten Platz besetzt. Es war das zehnte Gastspiel, das die Verdener in Hoya gaben – diesmal mit 30 Musikern.

Viele treue Fans begleiten das Orchester auf seinen Konzertreisen. So war es auch beim Auftritt in Hoya, wo Uwe Pätzold, Leiter der Orchestersparte des TSV Borstel, die Anwesenden begrüßte – unter ihnen zahlreiche bekannte, aber auch neue Gesichter aus Hoya und Umgebung sowie aus dem Verdener Raum.

Insgesamt 52 Mitglieder gehören dem Verdener Blasorchester an. „Das jüngste Mitglied ist 15, das älteste 70 Jahre alt“, sagte Pätzold im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Begeisterung für die Musik ist altersgrenzenlos in dem Ensemble; das wird bereits deutlich, wenn die ersten Töne erklingen und ein mitreißend-schwungvolles Konzerterlebnis einleiten.

Mattis Meyer übernimmt Orchesterleitung 

Viele der einst jüngeren Mitglieder des Blasorchesters, sagte Pätzold, seien aus Verden weggezogen, doch sie hielten der „Musikabteilung“ des TSV Borstel weiter die Treue und kehrten immer mal wieder zu Konzertereignissen und Proben zurück. Letztere finden fast jeden Dienstag von 19.30 bis 21.30 Uhr in der Gymnastikhalle hinter der ehemaligen Grundschule, Borsteler Dorfstraße 51, in Verden-Borstel statt. „Wir freuen uns immer über neue Musiker, die bei uns im Orchester mitmachen möchten“, sagte Uwe Pätzold.

Nachdem er selbst am Schlagzeug einen ersten Überblick über das Programm des Abends gegeben hatte, übernahm es Mattis Meyer, die einzelnen Titel zu erläutern – auch eine Premiere für ihn und die Zuhörer. Gegen Ende des letztjährigen Konzerts in Hoya (in der Aula des Schulzentrums) hatte Frank Meyer seinem Sohn Mattis die Orchesterleitung übergeben. Im Kulturzentrum bewies sich dieser als würdiger Nachfolger seines Vaters – einen deutlicheren Beweis als den nicht enden wollenden Applaus der Zuhörer konnte es dafür nicht geben.

Es begann leicht und beschwingt

Das Hoyaer Konzertprogramm des Verdener Blasorchesters stand unter dem Motto „Film ab!“. Es begann leicht und beschwingt mit „Le Gendarme de Saint-Tropez“ von Raymond Lefèvre. So mitreißend wie der Beginn zeigten sich auch die weiteren Titel des Programms, von einem Porträt des berühmten italienischen Komponisten Ennio Morricone über „Miss Marple’s Theme“ von Ron Goodwin bis zu „Soundtrack Highlights“ aus „The Lion King“ von Elton John und Hans Zimmer. Neben rhythmischen Raffinessen stellte das Orchester eine außerordentliche klangliche Vielfalt unter Beweis.

Diese prägte auch den zweiten Teil des Konzerts, unter anderem mit „A Disneyland Celebration“, „Backdraft“ und „Smoke on the Water“. Den letzten Titel des Programms, „You can’t stop the beat“, nahmen die begeisterten Zuhörer wörtlich und forderten insgesamt drei Zugaben. Das Orchester erfüllte die mit Nachdruck vorgebrachten Publikumswünsche mit „Winnetou und Old Shatterhand“, „Moon River“ und jenem Titel, der schon unter der Leitung von Frank Meyer Zugaben-Tradition hatte: „Highland Cathedral“.

www.verdener-blasorchester.de

Quelle: kreiszeitung.de

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