Autofahrer missachten Verbotsschilder.

Landesbergen: Straßenausbau fordert Nerven und Geduld der Anwohner

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Die Polizei kontrolliert Fahrzeuge in der zur Anliegerstraße erklärten „Schneiderstraße“.

Landesbergen - von Johanna Ritter. Die Entschärfung der Hormannschen Kurve in Landesbergen strapaziert die Nerven und Geduld der Anwohner. Der Grund: Der Durchgangsverkehr missachtet Verbotsschilde und quält sich durch die Wohnstraßen des Ortes.

Die Bauarbeiten um den Verkehrsknotenpunkt „Lange Straße/ Bahnhofsstraße“ in Landesbergen sind in vollem Gang. Die Fahrbahn ist abgetragen, Schutt, Sand und Bagger gehören derzeit zum Ortsbild. Die Bundesstraße 215 wurde voll gesperrt, eine Durchfahrt an der „Hormannschen Kurve“ ist nicht mehr möglich. Beschilderte Umleitungen sind sowohl im Ort, als auch weiträumig ausgewiesen. Die Verkehrsführung erfolgt westlich der Weser.

Fotomaterial der verschiedenen Umleitungsbeschilderungen im Umkreis von Landesbergen zum besseren Verständnis für die Fahrzeugführer.

Für die Anwohner ist das Bauvorhaben bereits jetzt zu einer „Nervensache“ geworden. Dies resultiert daraus, dass die Beschilderungen der ausgewiesenen Anliegerstraßen von Autofahrern entweder übersehen oder gar ignoriert werden. In der Ludwig-Jahn-Straße stellt der Schwerlastverkehr ein immenses Verkehrsproblem dar. Denn, ist das Großfahrzeug erst mal drin in der Straße, hat es keine Chance auf eine Wendemöglichkeit. Dann geht es nur noch im Rückwärtsgang. Für entgegenkommenden Verkehr ist kein Platz mehr. Linienbusse können ihren Fahrplan nicht mehr einhalten, wenn sie auf einen Lastwagen treffen. Ein Vor oder Zurück wird zur Zerreißprobe.

Aufklärungsarbeit und Verwarnungsgeld

Stichprobenartige Kontrollen der belasteten Straßen erfolgen durch das Polizeikommissariat Stolzenau, die Polizeistation Landesbergen, sowie durch die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. Die Kontrollen finden an unterschiedlichen Punkten im Ort statt. In der zur Anliegerstraße erklärten „Schneiderstraße“ waren am Dienstag dieser Woche die Polizeihauptkommissare Armin Stöber und Rolf Schumacher im Einsatz. Sie trafen sowohl auf einsichtige, als auch uneinsichtige Fahrzeugführer. Nicht für jedermann zählt das Wort eines Polizeibeamten. Daher werden Zweifler durch das Zeigen von Fotos, der von ihnen übersehenen Beschilderungen, zur Einsicht gebracht. Der Einsicht folgt ein Verwarnungsgeld. „Durch diese Kontrollen versuchen wir, die Verkehrsmoral der Fahrzeugführer zu erhöhen und die Belastung für die Anwohner zu verringern“, erklärt Axel Bergmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg.

Die „Hormannsche Kurve“ im Landesberger Ortskern.

Edith Böttcher, Anwohnerin der Ludwig-Jahn-Straße, beschreibt die Anfangszeit der „großen Baustelle“ als schrecklich. Auch davon, dass die Landesberger verärgert sind, aufgrund der vorgesehenen Länge der Bauzeit der S-Kurve und den damit verbundenen Verkehrsschwierigkeiten, weiß sie zu berichten. Ebenso machen sich die Anwohner Gedanken um die Qualität ihrer Straßen. Fragen, wie diese nach einem Vierteljahr Bauzeit aussehen werden und wer für die Sanierung beschädigter Straßen aufkommen wird, stehen im Raum.

Bezüglich fehlender oder unzureichender Ausschilderungen wird der Landkreis dieser Tage informiert. Dementsprechend wird in Kürze nachgerüstet werden und die Polizei wird vor Ort weiterhin Präsenz zeigen.

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