100 Betten in der BBS-Sporthalle

Nienburg bereitet Behelfskrankenhaus für Corona-Fälle vor

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Bereits während der Flüchtlingswelle 2016 diente die BBS-Sporthalle als Notunterkunft für Flüchtlinge.

Nienburg. Noch gibt es in Nienburg nur wenig Corona-Fälle. Trotzdem bereitet sich der Landkreis auf den Ernstfall vor und bereitet ein Behelfskrankenhaus vor.

Die Zahl der im Landkreis Nienburg mit dem Coronavirus infizierten Personen bewegt sich nach wie vor auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Damit hält sich auch die Zahl der an Covid-19 erkrankten Personen, die auf eine Behandlung im Krankenhaus angewiesen sind, im Kreisgebiet in Grenzen. Dennoch bleibt die Lage dynamisch und es bleibt abzuwarten, wie sich die Fallzahlen in den kommenden Wochen weiter entwickeln. Landrat Detlev Kohlmeier: „Der Landkreis Nienburg bereitet sich auf eine Lage vor, zu der es hoffentlich gar nicht kommen wird.“ Für den Fall eines deutlichen Anstiegs der Fallzahlen planen der Landkreis und die Helios Kliniken Mittelweser daher in enger Kooperation mit den Hilfsdiensten und der Feuerwehr vorsorglich den Aufbau eines zentralen Behelfskrankenhauses mit rund 100 Betten für die Aufnahme von leicht erkrankten, aber behandlungsbedürftigen Corona-Patienten.

Standort in Krankenhaus-Nähe

Wegen der räumlichen Nähe zur Helios Klinik in Nienburg ist als Standort des Behelfskrankenhauses die Sporthalle der Berufsbildenden Schulen vorgesehen. Dort hatte die Kreisverwaltung bereits während der Flüchtlingswelle 2016 mit Unterstützung des DRK-Kreisverbands eine Notunterkunft betrieben. Auf diese Unterstützung kann der Landkreis auch in der jetzigen Lage erneut zählen. Unter Federführung des DRK und unter Mithilfe der Feuerwehr und weiterer Hilfsdienste werden die für den Betrieb benötigten Betten, Matratzen und Trennwände organisiert und bereitgestellt. Landrat Detlev Kohlmeier: „In dieser besonderen Situation zeigt sich einmal mehr, wie sehr wir uns auf unsere Hilfsdienste immer wieder verlassen können. Darüber können wir alle sehr froh sein und ich möchte mich schon jetzt für diesen Einsatz bedanken.“ Dem stimmt auch Thomas Clausing, Geschäftsführer der Helios Kliniken Mittelweser zu: „Ich bin sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit mit allen involvierten Parteien, vor allem auch mit dem Landkreis. Ein Beispiel hierfür war das Aufstellen der Container vor der Notaufnahme, was sehr unkompliziert und reibungslos geklappt hat.“

Vorbereitungen beginnen in der Woche vor Ostern

Die Helios Klinik Mittelweser und der Landkreis Nienburg sind angesichts der bisherigen Entwicklung zuversichtlich, dass die Kapazitäten des Behelfskrankenhauses ausreichen werden und im Zweifel auch Patienten aus angrenzenden, stärker betroffenen Landkreisen offen stehen können. Die Vorbereitungsarbeiten für die Errichtung des Behelfskrankenhauses beginnen voraussichtlich in der kommenden Woche.

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