Aktuell zwölf Personen mit COVID-19 infiziert

Nienburg: Zahl der Corona-Infektionen steigt schnell

Abstrichstäbchen für Corona-Test
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Acht Neuinfektionen gab es innerhalb von nur einer Woche im Landkreis Nienburg.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Nienburg ist in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Damit klettert auch der entscheidende Sieben-Tage-Inzidenz-Wert.

Das Robert-Koch-Instititut meldete am Freitag 870 Corona-Neuinfektionen. Das ist der höchste Wert seit rund drei Monaten. COVID-19 ist auch im Nienburg wieder auf dem Vormarsch. Die Zahl der aktiven Fälle im Landkreis hat sich innerhalb von nur einer Woche verdoppelt. Acht Menschen infizierten sich neu. Aktuell gibt es zwölf aktive, bestätigte Infektionen. So viele Fälle im Landkreis verzeichnete das Gesundheitsamt zuletzt Ende April. Der entscheidendeSieben-Tage-Inzidenz-Wert kletterte auf 7,4. Damit liegt er allerdings noch immer deutlich unter der Grenze zum Warnbereich. Die liegt bei 25.

Testergebnisse aus Stolzenauer Krankenhaus liegen vor

Einen Hotspot gebe es nicht, erklärt Landkreissprecher Cord Steinbrecher. „Es sind ausnahmslos Einzelfälle, teilweise mit Familienbezug.“ Ein Einzelfall ist höchstwahrscheinlich auch der vergangene Woche positiv auf COVID-19 getestete Mitarbeiter der Helios Kliniken Mittelweser in Stolzenau. Die Klinik hatte daraufhin alle Mitarbeiter sowie Patienten abgestrichen, die Notaufnahme zunächst auf Nienburg verlagert und ein vorübergehendes Besuchsverbot verhängt. Nun liegen die Ergebnisse des ersten Testlaufs vor: Alle sind negativ. „Unser betroffener Mitarbeiter hat sich vorbildlich verhalten und – wie all unsere anderen Mitarbeiter auch – konsequent seinen Mund- und Nasenschutz getragen“, berichtet Helios Kliniken-Geschäftsführer Thomas Clausing. Es handele sich hierbei somit ganz klar um kein Ausbruchsgeschehen in der Klinik, weder in Stolzenau noch im Verbundkrankenhaus Nienburg.

Ein Mitarbeiter im Stolzenauer Krankenhaus wurde positiv auf COVID-19 getestet.

Richtige Präventionsmaßnahmen

„Alle Maßnahmen, die Notaufnahme zu schließen und die Patientenbesuche zunächst zu unterbinden, waren reine Vorsichtsmaßnahmen, die auch grundsätzlich in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt abgestimmt werden“, verdeutlicht Clausing. Die Klinik habe im Rahmen der COVID-19-Pandemie von Beginn an immer proaktive Entscheidungen zum Schutze der Patienten und Mitarbeiter getroffen, bestätigt der Leiter des Pandemiestabs der Kreisverwaltung Thomas Klein. „Auch die im vorliegenden Fall ergriffene Präventionsmaßnahme war mit Blick auf einemögliche Gefährdung richtig. Wir werden uns mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass derartige Maßnahmen – nicht nur in Krankenhäusern – zur Sicherheit auch in Zukunft immer mal wieder getroffen werden müssen.“

Tests werden wiederholt

Zur Sicherheit will die Klinik den Testlauf am Montag nochmals wiederholen und dann am Anfang der Woche die Notaufnahme wieder öffnen und auch die Ein-Besucher-Regelung von Patienten zulassen.

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