Let’s rock!

Fünf Bands heizen bei „H&P Open Air“ im Hoyaer Bürgerpark ein

„Meilentaucher“ gaben als Lokalmatadoren alles. - Foto: Oliver Siedenberg

Hoya - Von Nala Harries. Leute klatschen begeistert in die Hände. Es wird gejubelt und getanzt. Fünf Bands heizten den Zuschauern am Samstagabend beim Benefiz-Konzert „H&P Open Air“ im Hoyaer Bürgerpark ordentlich ein. Anfangs noch schüchtern, wippten die rund 300 Gäste nur leicht zur Musik mit. Später riss es sie dann aber auf die Tanzfläche vor der großen Bühne.

Der Eystruper Verein „Hafensänger & Puffmusiker“ (H&P) hatte bei der Auswahl der Bands ganze Arbeit geleistet. „Wir haben dieses Jahr besonders darauf geachtet, dass alles zusammenpasst“, erklärte Marco Bröckel. Er ist Mitglied des Vereins und übernahm die Betreuung der Bands. Erstmalig spielten auf dem „Open Air“ nur deutschsprachige Bands. Sie kamen aus Hoya, Bremen, Hamburg und Berlin.

Aus „JUST“ werden „Meilentaucher“

Den Auftakt machte am frühen Abend die Hamburger Band „Biest“. Sie begrüßte die Gäste mit ihrem rockigen Sound.

Danach betraten die vier Jungs von „Meilentaucher“ – vielen sind sie noch unter dem Namen „JUST“ bekannt – die Bühne und präsentierten ihre selbst geschriebenen Songs. Mit dem neuen Namen wollen die in Hoya und Eystrup aufgewachsenen Musiker auch ein neues Kapitel aufschlagen und sich von ihrem Schulband-Image lösen. „Meilentaucher bedeutet für uns einfach, dass man für alles einen langen Atem braucht. Der Name steht deshalb eben auch für Durchhaltevermögen“, sagte Schlagzeuger Julian Marz.

Dieses Durchhaltevermögen hat sich anscheinend bezahlt gemacht. Die Lokalmatadoren haben bereits eine EP rausgebracht und spielen nicht mehr nur in Hoya, sondern erobern jetzt auch Nienburg, Hannover und Bremen.

Ihre Karriere begann aber in Hoya, und deshalb freuten sie sich jetzt umso mehr, dort auftreten zu dürfen. „Es ist etwas ganz Besonderes für uns, hier zu spielen, und wir freuen uns, als lokale Band an dem Projekt mitwirken zu dürfen“, erklärte Hendrik Schumacher, der Frontsänger der Band.

Die Zuschauer waren vom „Meilentaucher“-Auftritt begeistert, und zeigten das mit tosendem Applaus. Voraussichtlich werden sich die vier Jungs nach eigenen Angaben nach ihrem Auftritt beim „Burnout Festival“ in Nienburg Mitte September erst einmal zurückziehen, um an neuen Songs zu arbeiten und damit weiter voll durchzustarten.

Zuschauerinteresse hätte größer sein können

Mit Einbruch der Dämmerung fanden mehr und mehr Gäste ihren Weg in den Hoyaer Bürgerpark, um dem rockigen Sound zu lauschen. Das freute auch die Veranstalter, denn den Erlös des Konzerts soll das Jugendzentrum „Conexxxx“ erhalten. „In Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Hoya wollen wir mit dem Geld eine neue Stelle im ,Conexxxx‘ schaffen. Die Mitarbeiter dort sind so engagiert und brauchen einfach Unterstützung“, erklärte Petra Schulenburg, Schriftführerin des Vereins „Hafensänger & Puffmusiker“.

Später brachte die Band „Anne.fuer.sich“ aus Bremen die Stimmung noch weiter zum Kochen. Die fünf Musiker hatten am selben Tag bereits in Wolfshagen im Harz beim Festival „Rock am Beckenrand“ gespielt und heizten mit ihrem Indie-Rock nun auch den Besuchern in Hoya ein. „Die Atmosphäre war total entspannt und es ist einfach schön, wenn wir die Leute mit unserer Musik erfreuen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern können“, sagte Manuel Kalmlage, der Bassist der Band. Wenn die Zuschauer Spaß haben, übertrage sich das auch auf die Bühne. „Und das macht einfach Laune.“

Ein weiteres Highlight des „H&P Open Air“ war die Hamburger Band „Reggaedemmi“. Die acht Musiker, die teilweise barfuß auf der Bühne standen, holten auch die letzten Gäste auf die Tanzfläche. Die Künstler aus Norddeutschland, Belgien und Kolumbien mischten die Menge mit einem Mix aus deutschem und spanischem Gesang, Saxofonklängen, Posaune, Trompete und Bongos ordentlich auf.

Veranstalter freuen sich über positives Feedback

Zuletzt betrat die Berliner Band „Kafvka“ die Bühne im Bürgerpark. Die vier Musiker spielten 2016 beim Festival „Rock am Ring“ und traten bereits als Vorband für bekannte Gruppen wie „Die Toten Hosen“ auf.

„,Kafvka‘ musste unbedingt bei unserem Projekt dabei sein“, sagte Marco Bröckel. Er ist zuvor auf einem Konzert der Band in Hamburg gewesen und war begeistert. Kurzerhand hatte Bröckel dort mit der Band gesprochen und sie überzeugen können, beim „Open Air“ in Hoya aufzutreten.

Abseits der Bühne gab es für die Besucher zur Stärkung Burger und Gyros sowie mehrere Bier- und Weinstände. Zudem konnten sie T-Shirts und CDs der fünf Bands kaufen.

Das Benefiz-Konzert war für die Organisatoren ein voller Erfolg. „Wir hätten natürlich gern noch mehr Leute gehabt, aber die vergleichsweise geringe Zahl mag am Wetter liegen oder an der Baustelle“, erklärte Petra Schulenburg. Bei der vergangenen Auflage im Jahr 2015 waren rund 500 Gäste in den Bürgerpark gekommen. „Aber die, die da sind, haben eine Menge Spaß. Wir bekommen nur positives Feedback, sowohl von den Bands als auch von den Zuschauern, und das ist doch super.“

Quelle: kreiszeitung.de

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