Bauhof baut Relikte aus den achtziger Jahren ab

Werbevitrinen verschwinden aus Nienburgs Innenstadt

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Mit Flex aber dennoch behutsam rücken die Bauhof-Mitarbeiter den Vitrinen zu Leibe.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Sie sind Relikte aus der Zeit der Schulterpolster, Dauerwelle und Vokuhila. Die letzten sieben Werbevitrinen in Nienburgs Fußgängerzone verschwinden nun aus dem Stadtbild.

Am Dienstag begannen Mitarbeiter des Bauhofes mit der Demontage der sechseckigen Schaukästen aus den achtziger Jahren. Am Abend waren die ersten Exemplare vor dem Modehaus Heitmann schon demontiert. Am morgigen Donnerstag soll die Aktion komplett abgeschlossen sein.

Jahrelange Diskussion ist mit Abbau beendet

Seit Jahren diskutierten Wirtschaft, Politik und Stadtverwaltung über den Abbau. Vor knapp drei Jahren verschwanden bereits die ersten vier Exemplare vor der Bäckerei Deicke. Im vergangenen Herbst startete Nienburgs Wirtschaftsförderung einen neuen Anlauf. Mit Erfolg: Der Ausschuss für Wirtschaft und Marketing stimmte sogar für die Demontage aller verbliebenen sieben Vitrinen. Die Wirtschaftsförderung hatte zunächst nur fünf geplant.

Stück für Stück demontieren die Bauhof-Mitarbeiter die Werbevitrinen in der Langen Straße.

Platz soll für Wochenmarktstände genutzt werden

Den dadurch gewonnen Platz will die Stadt unter anderem für neue Wochenmarktstände nutzen. „Mit Blick auf den Wochenmarkt konnten zurückliegend einige vielversprechende Markstand-Bewerbungen mit einem Angebot an frischen regionalen Produkten, oft in Bioqualität direkt vom Erzeuger, nicht im gewünschten und von den Kunden nachgefragten Maße entsprochen werden“, erklärt Nienburgs Wirtschaftsförderin Kerstin Lüders. Auch die Sicherheit, insbesondere während der Marktage werde verbessert, weil Rettungswege nun vergrößert werden können.

Vitrinen finden weitere Verwendung

Ausgedient haben die 30 Jahre alten Glaskästen übrigens noch nicht. Die Bauhof-Mitarbeiter zerlegten sie mit großer Vorsicht, weil sie an anderer Stelle wieder aufgebaut werden sollen. Fünf der sieben Vitrinen finden für gemeinnützige Zwecke eine weitere Verwendung. Die zwei restlichen Vitrinen stellt die Wirtschaftsförderung der Stadt Nienburg ebenfalls für Zwecke der Gemeinnützigkeit kostenfrei zur Verfügung. Interessierte können sich am kommenden Montag, 10. Februar, per E-Mail mit ihrer Anfrage an die Wirtschaftsförderung, Heike Scharfenorth (h.scharfenorth@nienburg.de) wenden. Anfragen außerhalb des Montags können nicht berücksichtigt werden.

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