Neunmal strafrechtlich in Erscheinung getreten 

Liebenauer wegen Einbruch, Fahren ohne Führerschein und Ruhestörung verurteilt 

Nienburg - Ein 28-jähriger Mann aus Liebenau war jetzt vor dem Amtsgericht Nienburg angeklagt, in der Zeit von März bis August 2018 in insgesamt fünf Fällen mit einem Roller oder einem Quad in Liebenau gefahren zu sein. Knackpunkt: Er besaß keinen gültigen Führerschein.

Darüber hinaus war der Roller nicht versichert oder mit falschen Kennzeichen versehen. In einem anderen Fall musste die Polizei wegen Ruhestörung einschreiten. Dabei beleidigte der Mann einen Polizeibeamten mit: „Was willst du Scheißbulle, du Hurensohn, du dreckiger Hurensohn!“ Dann wurde ihm vorgeworfen, im März vergangenen Jahres in eine Tischlerwerkstatt in Liebenau eingebrochen zu sein und Werkzeuge sowie Kabel entwendet zu haben. Für diese Delikte wurde er jetzt zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt.

Gesamtschaden von 1000 Euro 

Bei der Gerichtsverhandlung räumte der Angeklagte die Taten ein. Lediglich zu dem Einbruch in die Tischlerwerkstatt, bei dem er neben vier Rollen Elektrokabel und einer Kettensäge mit Zubehör auch einen Bohrhammer, einen Winkelschleifer und einen Werkzeugkasten erbeutet haben soll, gab er an, die Elektrowerkezeuge und den Werkzeugkasten nicht gestohlen zu haben. Die tatsächliche Beute habe er nach eigenen Aussagen verkauft. Zu dem Einbruch wurde der Geschädigte vernommen. Er sagte, dass er bei der Bestandsaufnahme die genannten Werkzeuge nicht mehr in seinem Bestand hatte und davon ausging, dass sie vom Angeklagten entwendet wurden. Eine eindeutige Klärung blieb aus. In der Anzeige wurde der Gesamtschaden auf 1 000 Euro beziffert.

Freiheitsstrafe und 80 Sozialstunden

In der Verhandlung stellte das Gericht fest, dass der Angeklagte in den vergangenen Jahren insgesamt neunmal strafrechtlich in Erscheinung getreten war. Die Staatsanwaltschaft forderte für alle angeklagten Delikte eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe, während die Verteidigung eine einjährige Freiheitsstrafe für ausreichend hielt.

Das Gericht schloss sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an – die Strafe wird für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Darüber hinaus ordnete das Gericht die Einziehung des durch den Verkauf der Beute erlangten Geldes von 600 Euro an und berücksichtigte zu Gunsten des Angeklagten, dass der Diebstahl der Elektrogeräte und des Werkzeugkastens nicht eindeutig geklärt werden konnte.

Weiter ordnete das Gericht die Bestellung eines Bewährungshelfers und die Ableistung von 80 Sozialstunden an.

awz

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