Neuer Dorfladen bietet regionale Produkte / Ehrengäste loben das Engagement

Offizielle Eröffnung von Linsburger Dorfladen

Die Ehrengäste überzeugten sich vor Ort von der Vielfältigkeit des im Dorfladen angebotenen Sortiments. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vermarktung regionaler Produkte.

Linsburg - Von Bernd Andermann. Mit einer Feierstunde für die Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreichen Gästen aus Politik und Verwaltung wurde der neue Linsburger Dorfladen offiziell eröffnet.

Der große sanierte Festsaal des Dorfgemeinschaftshauses war bis auf den letzten Platz besetzt, als der Bürgermeister und Vorsitzende des wirtschaftlichen Vereins „Dorfladen Linsburg“ Jürgen Leseberg die Gäste begrüßte. Besonders willkommen hieß er den Bürgermeister der Hansestadt Bremen und ehemaligen Linsburger, Carsten Sieling, sowie Landrat Detlev Kohlmeier, den Bundestagsabgeordneten Maik Beermann und seinen Landtagskollegen Dr. Frank Schmädeke.

Bis auf den letzten Platz war der neu gestaltete Festsaal bei der Einweihungsfeier des Linsburger Dorfladens besetzt.

In seinen Ausführungen erklärte Leseberg: „Wir mussten uns was einfallen lassen, damit es in Linsburg nicht weiter bergab geht.“ Mit Unterstützung der Leibniz Universität Hannover und dem Interkommunalen Entwicklungs- und Handlungskonzept, an dem auch die vier benachbarten Samtgemeinden Heemsen, Liebenau, Marklohe und Steimbke sowie Vertreter aus Linsburg beteiligt waren, wurden Vorschläge und Visionen für eine zukunftsgerechte Entwicklung erarbeitet. Mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes, sowie aus Mitteln des Städtebauprogramms „Kleine Städte“ und der Gemeinde konnte das Vorhaben schließlich realisiert werden.

Für die Gemeinde Linsburg war es wichtig, die Voraussetzungen für einen Dorfladen und ein Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen. „Deshalb erfolgte die Gründung eines wirtschaftlichen Vereins“, sagte Leseberg. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort sei man auf das Anwesen der ehemaligen Gaststätte „Lindenhof“ gestoßen, die zum Verkauf anstand. Das ehemalige Gasthaus wurde daraufhin erworben, entkernt und saniert – mit erheblichen Eigenleistungen von Linsburger Bürgern, die etwa 3000 Arbeitsstunden geleistet hätten und somit Einsparungen in Höhe von rund 35 000 Euro ermöglichten.

Bürgermeister der Hansestadt Bremen und ehemaligen Linsburger Carsten Sieling lobt das Engagement.

Aus dem ehemaligen Schankraum der Gaststätte ist jetzt ein kleines Café entstanden, das direkt an den Dorfladen angrenzt. Außerdem erfolgte ein Anbau an die Gaststätte, in dem sich der neue Dorfladen mit einer Größe von 167 Quadratmetern befindet.

In dem modern eingerichteten Dorfladen sind Waren des täglichen Bedarfs erhältlich, außerdem Obst und Gemüse sowie regionale Produkte, wie Backwaren, Fleisch- und Wurstspezialitäten. Auf Wunsch der Kunden sind auch Präsentkörbe erhältlich.

Weitere Erneuerungen in Sicht.

Ab dem 1. April befindet sich im Dorfladen auch eine Lottoannahmestelle und Mitte April soll dort auch ein Postpoint eingerichtet werden. Kundenfreundlich sind die Öffnungszeiten des Dorfladens. Montag, Donnerstag und Freitag durchgehend von 6.30 bis 18 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 6.30 bis 14 Uhr, Samstag von 7 bis 12 Uhr und Sonntag von 9 bis 11 Uhr. Da der Dorfladen bereits zwei Tage vor der offiziellen Einweihung geöffnet hatte, waren schon zahlreiche Kunden gekommen, um hier einzukaufen, freute sich Leseberg.

Das Dorfgemeinschaftshaus verfügt über einen großen Saal von rund 200 Quadratmetern und einen Clubraum. Birger Lerch, der stellvertretende Vorsitzende, sowie Winfried Klug und Markus Frick bedankten sich mit einem Präsentkorb und einem Blumenstrauß bei Jürgen Leseberg, der als „Motor“ bei dem Projekt fungiert habe. Bremens Bürgermeister Carsten Sieling zeigte sich beeindruckt und versprach: „Ich werde auch nach Linsburg zum Einkaufen kommen.“

Birger Lerch, Winfried Klug und Markus Frick bedankten sich bei Jürgen Leseberg (r.) mit einem Präsentkorb für sein Engagement.

Kulturminister Grant-Hendrik Tonne war ebenfalls begeistert von der erbrachten Leistung: „Was hier umgesetzt wurde, verdient Respekt und Anerkennung.“ Es sei ein mutiger Schritt gewesen, der sich gelohnt habe, sagte der SPD-Politiker und zeichnete spontan einen Geschäftsanteil.

Insgesamt wurden bereits 604 Geschäftsanteile verkauft. Weitere können gezeichnet werden. „Sie werden für Investitionen und zur Aufstockung des Eigenkapitals verwendet“, berichtete Jürgen Leseberg, der anschließend den Dorfladen vorstellte. Die Gäste waren beeindruckt on dem vielfältigen Angebot.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde durch den örtlichen Kindergarten. Ulrike Liebsch und Karin Engelbarth sorgten mit der Aufführung eines Sketches für eine gelungene Bereicherung. Die Linsburger Bürgerin Barbara Wohlers überreichte an Jürgen Leseberg ein großes, von ihr gemaltes, Wandbild vom örtlichen Dorfteich.

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