Faszination und Liebe zum Kloster entwickeln

Loccum: Ausbildung für Kloster-Führer beginnt im März

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Neue Klosterführer sollen ausgebildet werden – dazu laden Dirk Modrow und Birgit Birth alle Interessierten ein.

Loccum - Von Beate Ney-Janßen. Das Kloster Loccum sucht neue Klosterführer. In Zusammenarbeit mit Klaus Stemmann vom Haus kirchlicher Dienste bietet Kloster-Geschäftsführerin Birgit Birth dazu ein Seminar über drei Wochenenden an.

Dirk Modrow hat sich 2007 zum Klosterführer ausbilden lassen – und ist seitdem mit Leidenschaft dabei. Sein liebster Platz, wenn er Gruppen durch das Kloster führt, ist der große Taufstein im hinteren Kirchenbereich – weil von dort der gesamte Raum überblickt werden kann samt dem Tafelkreuz. Was er dann noch besonders liebt ist der Moment, den er mit „Jetzt habe ich sie!“ umschreibt – der Augenblick, der ihm klar macht, dass er die Gruppe mit einer Geschichte gefangen genommen hat, dass sie sich nun mit voller Aufmerksamkeit seiner Führung widmet. Dorthin zu kommen, sei jedes Mal eine Herausforderung. 

Jede Gruppe sei schließlich anders, komme mit unterschiedlichen Interessen und unterschiedlichen Vorkenntnissen ins Kloster. „Viele Führer haben ihr Herz in der Kirche verloren“, umschreibt Birth das, was sie an Modrow, wie auch an anderen Führern beobachtet hat. Und darum gehe es letztlich auch: Die eigene Faszination und Liebe für das Kloster zu entwickeln und diese dann weitergeben zu wollen. Vorkenntnisse hatte Modrow, als er mit der Ausbildung begann, nicht. Und so wird es auch bei dem neuen Seminar sein: Anmelden, sagt Birth, könne sich jeder. Das notwendige Wissen werde dann schon vermittelt. Auch die Konfession der angehenden Klosterführer spiele keine Rolle. Lediglich eine positive Grundhaltung gegenüber der Kirche solle da sein.

In dem Seminar werde es um vielerlei zum Kloster gehen, um Architektur, Geschichte, Geschichten, um Reformation und auch darum, einen Grundstock an Methodik zu vermitteln. Dazu hat sie zahlreiche Experten eingeladen, die Teile des Seminars gestalten. Modrow als versierten Klosterführer etwa, Pastorin Susanne von Stemm, die kirchenpädagogische Übungen anbietet, Prior Arend de Vries, der von einer seiner Leidenschaften im Kloster erzählt – den Bildern von Hermann Buß in der Johannes-Kapelle – und davon, inwieweit solche Führungen eine geistliche Aufgabe sind. 

Selbstverständlich gehört aber auch ein Abend dazu, den die Teilnehmer mit Loccums Abt Horst Hirschler verbringen, der neben anderem Wissenswertem sicherlich auch „aus dem Nähkästchen“ plaudern wird. Dass die neuen Klosterführer sich anschließend jeder selbst einen Schwerpunkt suchen, sei gewollt, sagt Birth. Keine Führung durch das Kloster sei schließlich wie die andere – sowohl was die Gruppen angehe, als auch das, was die Klosterführer vermittelten.

Die drei Wochenenden des Kursus beinhalten zunächst nur Teile des Klosters: die Kirche, den Kreuzgang, die Johannes-Kapelle und den Kapitelsaal. Ein Aufbau-Seminar soll es geben, wenn in 2020 die Bauarbeiten am Konventsgebäude abgeschlossen sind.

Die Kurswochenenden sind geplant für den 1. und 2. März, 3. und 4. Mai, sowie den 28. und 29. Juni. Freitags beginnen sie jeweils um 15 Uhr und enden an den Sonnabenden mit der Hora um 18 Uhr. Weitere Informationen erteilt Birgit Birth unter Tel. 05766/960267 sowie per E-Mail unter birgit.birth@evlka.de. Dort werden auch Anmeldungen entgegengenommen. Die Teilnahme ist kostenlos inklusive der Mahlzeiten.

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