Nachfragedruck bei Kita-Plätzen

Weitere Krippen-Gruppe für Loccumer Kindergarten Uhlenbusch

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Im Loccumer Kindergarten „Uhlenbusch“ soll eine neue Krippen-Gruppe angebaut werden.

Loccum - Einen Bedarfsplan für Betreuungskapazitäten in Kindertagesstätten wollen die politischen Gremien Rehburg-Loccums nach den Sommerferien aufstellen. Vorab hat der Rat der Stadt bereits der Verwaltung genehmigt, einen Förderantrag für den Aufbau von 15 Krippenplätzen im Loccumer Kindergarten „Uhlenbusch“ zu stellen.

Der Nachfragedruck nach Kita- und Krippenplätzen sei deutlich gestiegen, führte Bürgermeister Martin Franke in der jüngsten Ratssitzung aus. Gründe dafür würden unter anderem in der Beitragsfreiheit der Kindergärten für Kinder ab drei Jahren liegen, die seit einem Jahr beschlossene Sache vom Land Niedersachsen sei, aber auch die Verlagerung der Sprachförderung von den Grundschulen in die Kitas habe wohl viele Eltern bewogen, ihre Kinder anzumelden. 

Auch Kinder aus anderen Gemeinden angemeldet

Für die Kinder ab drei Jahren liege die Versorgungsquote in der Stadt mittlerweile bei 106 Prozent – was daraus resultiere, dass nicht nur Rehburg-Loccumer Kinder die Einrichtungen besuchten, sondern auch etliche Kinder aus anderen Gemeinden angemeldet seien. Angesichts der Ausweisung von neuen Baugebieten in der Stadt und einem ohnehin schon verstärkten Zuzug insbesondere von jungen Familien könne es sein, dass der Bedarf noch weiter steigen werde.

Dieser Bedarf bestehe momentan verstärkt für den Einzugsbereich der Grundschule Münchehagen – also für die Ortsteile Münchehagen und Loccum. Dort gebe es nun zwei Möglichkeiten für den Aufbau weiterer Kapazitäten: einen Anbau an das Bildungshaus in Münchehagen, das offiziell erst am 27. September mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht wird, oder eine weitere Gruppe für den Kindergarten „Uhlenbusch“ in Loccum.

Gebäude hat Sanierung nötig

Die Verwaltung, sagte Franke, plädiere für Loccum, da dort nicht nur Plätze benötigt würden, sondern im Zuge von Bauarbeiten etliche notwendige Sanierungen an dem Gebäude durchgeführt werden könnten. Auf diese Sanierungen zielte auch die Ratsvorsitzende Dörte Zieseniß ab mit ihrem Appell für die Erweiterung des „Uhlenbusch“. 

Es könne doch nicht sein, sagte sie unter anderem, dass die Erzieher mangels Sozialräumen ihre Pause mit einer Kaffeetasse in der Hand auf der Straße vor dem Kindergarten verbringen müssten. Ursprünglich sei der Kindergarten auf 30 Kinder ausgelegt gewesen, nun würden dort bereits 60 Kinder betreut.

Rat einstimmig für neue Krippen-Gruppe

Die „unhaltbaren Zustände“, die Jürgen Wagner, Sprecher der Fraktion aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen, anführte, wies Franke von sich – alle Auflagen seien erfüllt. Franke räumte aber ebenfalls ein, dass es etwas eng geworden sei in dem Kindergarten, was ein Grund mehr sei, die Entscheidung für Loccum zu treffen. 

Dringend und vorgezogen vor die Beratungen über den Bedarfsplan sei diese Angelegenheit, da derzeit Förderanträge gestellt werden könnten. Der Rat sprach sich einstimmig für den Antrag aus, der auf eine neue Gruppe mit 15 Krippen-Plätzen abzielt, die im Verlauf des Kindergartenjahres 2020/2021 bereitgestellt werden sollen.

ade

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