Detlef Maushake hält Seminar in der Samtgemeinde

Löschen mit den Waldbrandexperten

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Zum Einsatz kamen auch Handwerkzeuge wie Feuerpatschen und Spaten.

Hoya - Bei einem Seminar über Vegetationsbrände, also Wald- und Flächenbrände, kamen am Samstag 60 Vertreter der 18 Ortswehren der Samtgemeinde Grafschaft Hoya im Feuerwehrhaus in Hoya zusammen. Zu Gast waren ebenfalls Führungskräfte der Feuerwehren aus der Gemeinde Dörverden, der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen und der Gemeinde Wunstorf.

Das Seminar „Einsatztaktik Vegetationsbrand für kommunale Feuerwehren und einfache taktische Waldbrandprognose“ hielt der Spezialist Detlef Maushake, Vorsitzender des Vereins „Waldbrandteam“. Dabei handelt es sich um eine ehrenamtliche Gruppe, bestehend aus 26 Mitgliedern, mit Sitz in Vechelde bei Peine, die deutschlandweit und sogar in den USA ausbildet.

Im theoretischen Teil am Vormittag ging es um die Themen Waldbrandstatistik, Sicherheit und Gefahren, Basiswissen über Vegetationsbrände, Einsatz von Handwerkzeugen wie Feuerpatschen und Löschrucksäcken, allgemeine Einsatztaktiken sowie Pendelverkehr und einfache taktische Waldbrandprognose.

Außerdem wurde in einer Übung ein Flächenbrand mit einem sogenannten Taktiksimulator nachgestellt. Dabei erläuterten die Waldbrandexperten mithilfe von Modellfahrzeugen folgenden Ansatz: „Ankerpunkt setzen – Flankenangriff starten – Feuer löschen“. Der Einsatz beginnt an einem Ankerpunkt, also an einem überwachten Bereich wie einer Straße oder einem Weg. So fällt das Feuer den Wehrleuten nicht in den Rücken. Dann gehen die Einsatzkräfte über die Flanken vor. Der Ansatz ist effektiver und sicherer, als direkt an der Feuerfront anzugreifen.

Flächenbrand-Seminar beim Feuerwehrhaus

Am Nachmittag sollte eigentlich unter kontrollierten Bedingungen ein Flächenbrand gelöscht werden. Dies war wegen des starken Regens am Vormittag jedoch nicht möglich. So wurden kurzerhand zwei Strohquaderballen auf einem Feld verteilt und entzündet. Die Wehrleute löschten mit verschiedenen Techniken und mithilfe von Feuerpatschen, Spaten, Löschrucksäcken sowie C- und D-Schläuchen.

Außerdem zeigten die Organisatoren die Methode „Pump and Roll“ am Tanklöschfahrzeug aus Hoya sowie am Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser aus Helzendorf-Nordholz. Bei dieser Variante wird das Feuer während der Fahrt gelöscht – also gleichzeitig gepumpt („pump“) und gefahren („roll“). Die Methode erwies sich als wasser- und zeitsparend. Weitere Infos gibt es im Internet. J mtm

www.waldbrandteam.de

Quelle: kreiszeitung.de

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