Trockenheit bietet Nagern sehr gute Lebensbedingungen

Mäuseplage: Zunahme auch im Landkreis Nienburg

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Niedlich und gefräßig: Feldmäuse sind in einigen Regionen schon zur Plage für die Landwirtschaft geworden.

Landkreis Nienburg - von Leif Rullhusen. Mit der Trockenheit kommen die Mäuse. In einigen Regionen sind die kleinen Nager schon zur Plage geworden.

Im Landkreis Cuxhaven soll ein Fünftel des Grünlands von ausuferndem Mäusefraß betroffen sein.

„Aufgrund der zwei trockenen Jahre sind die Bedingungen im Erdreich für Feldmäuse sehr gut“, erklärt Dr. Joachim Wendt, Leiter der Fachgruppe Pflanze bei der Nienburger Landwirtschaftskammer. „Auch im Landkreis Nienburg hat der Besatz an Feldmäusen zugenommen“, berichtet Dr. Wendt. 

Viele Grünlandbetriebe beklagen derzeit eine massive Mäuseplage. Durch Fraß und Wühlen der Tiere wird die Grasnarbe geschädigt und es entstehen Schäden von erheblichem Ausmaß.

Die Ausprägung sei aber längst nicht so stark, wie in Cuxhaven. „Noch habe ich keine Meldung von Landwirten bekommen, dass sie ihre Grasflächen aufgrund von Mäusefraß umbrechen mussten.“ Grund zur Entwarnung gebe es trotzdem nicht. „Wenn es weiterhin trocken bleibt, kann die Mäusepopulation sich auch hier schnell weiter nach oben entwickeln“, mahnt der Pflanzenschutzexperte der Nienburger Landwirtschaftskammer.

Landwirte müssen nicht tatenlos zusehen

Allerdings müssten die Landwirte nicht tatenlos zusehen, wie Mäuse die Grasnarben abfressen oder das Getreide anfressen. „Sie können zum Beispiel über die Bodenbearbeitung reagieren“, erläutert er. Das häufige Pflügen eines Feldes helfe schon erheblich. Somit werden die Mäuse aus ihren Löchern an die Oberfläche getrieben wo sie zur leichten Beute von Greifvögel werden.

Sitzstangen für Greifvögel helfen

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit Sitz in Oldenburg rät betroffenen Landwirten, Sitzstangen für Greifvögel aufzustellen und damit die natürlichen Fressfeinde der Mäuse zu fördern. „Auch Fallen und unterirdisch verlegte Giftköder – Letzteres setzt einen Sachkundenachweis voraus – können zur Eindämmung der Plage beitragen“, erklärt der Pressesprecher der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Walter Hollweg. Im Allgemeinen helfe auch eine intensive Nutzung des Grünlandes, zum Beispiel durch weidende Kühe. Das störe die Mäuse und vertreibe sie.

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