Fest in Eystrup gut besucht / Mühlentag auch in Hoyerhagen

„Margarethe“ steht im Mittelpunkt

Claudia Möhlenbrock (Mitte) informierte die Gäste Martin Blome und Monica Gercks über die ausgestellten Gegenstände in der Hoyerhäger Mühle. Foto: Oliver Siedenberg

Eystrup - Von Horst Friedrichs. Sommer, Sonne, Mühlenfest: Reinstes Bilderbuchwetter erfreute am gestrigen Pfingstmontag Besucher und Veranstalter gleichermaßen, als „Margarethe“ in Eystrup zum Traditionsfest geladen hatte. Die historische Windmühle aus dem Jahr 1861 ist nach der Urgroßmutter des heutigen Eigentümers, Helmut Schneermann, benannt. Der Galerie-Holländer an der Dorfstraße in Hoyerhagen hatte ebenfalls zum Mühlentag geöffnet. Als Höhepunkt war ein gemeinsames Singen unter den Flügeln der Windmühle geplant.

Wohlvertraut und hochbeliebt ist der Ablauf des Eystruper Mühlenfests bei seinen Besuchern. Diesmal kamen sie in besonders großen Scharen, um zunächst an dem plattdeutschen Gottesdienst in der Mühle teilzunehmen, der von Prädikantin Ursula Menzel geleitet wurde. Der Posaunenchor spielte unter der Leitung von Heinz Breitlow. Im Inneren des liebevoll restaurierten Bauwerks ging es weiter mit fachkundigen Führungen durch den gelernten Müller Wilfried Bremer und durch Mühlen-Eigentümer Helmut Schneermann.

Unterdessen begann draußen auf dem Mühlengelände, unter den Schatten spendenden hohen Eichen, ein abwechslungsreiches Programm. Es gab Gegrilltes, Getränke und Waffeln.

Die „Quetschkommoden“ unterhielten die Gäste des Mühlenfests mit schwungvoller Musik; es spielten Bernd Meyer (Tenorsaxofon), Detlef Kracke (Akkordeon), Margret Schwecke (Akkordeon), Sylke Linke (Akkordeon und Altsaxofon) und Friedel Büssenschütt (Schlagzeug).

Zahlreiche Sitzgelegenheiten und Stehtische boten Gemütlichkeit bei Kaffee und Kuchen, während viele Gespräche um das Thema „Historische Windmühlen und ihr Erhalt“ kreisten. Für die jüngsten Besucher gab es eine Hüpfburg, Kinderschminken und Spiele.

Wie in jedem Jahr, soll der Erlös des Mühlenfests wieder dem Erhalt der 1861 erbauten Turmholländer-Windmühle zugutekommen. Dafür setzt sich der Verein der rund 70 Mitglieder zählenden „Eystruper Mühlenfreunde“ ein.

Eines der nächsten Projekte im Rahmen der fortlaufenden Restaurierungsmaßnamen an der Mühle „Margarethe“ ist die Anschaffung von Segeln für die Mühlenflügel. „Früher gab es in vielen Dörfern gleich mehrere Mühlen“, erinnerte sich Helmut Schneermann im Gespräch mit der Kreiszeitung. „Aus Ostfriesland kam dann die Tradition, jeder Mühle einen Namen zu geben, damit man sie unterscheiden konnte. Hier in Eystrup haben wir diese Tradition weiterleben lassen, indem wir unsere Mühle auf den Namen ,Margarethe‘ tauften. Das war der Rufname meiner Uroma, den auch meine Mutter als Vornamen übernommen hatte.“

Als eine der wichtigsten Maßnahmen der jüngsten Vergangenheit nannte Helmut Schneermann die Erneuerung der Bodendielen sowohl im Erdgeschoss der Mühle, dem „Mehlboden“, als auch im ersten Stock, dem „Kornboden“.

Weitere Fotos vom Mühlenfest auf

www.kreiszeitung.de

Quelle: kreiszeitung.de

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