Passanten stoppen einen Täter

Lemke: Großaufgebot der Polizei nach Überfall in einem Supermarkt

Lemke -  Drei maskierte Täter haben am Donnerstagabend, 11. April, einen Supermarkt an der Nienburger Straße/Hoyaer Straße in Lemke überfallen.

Die Männer, die laut Polizeimeldung alle auf Anfang 20 geschätzt werden, betraten zum Ladenschluss den Markt und forderten die beiden anwesenden Mitarbeiterinnen auf, Geld aus einer Kasse und dem Tresor auszuhändigen. Hierbei wurden die Angestellten mit einer Schusswaffe bedroht. 

Die letzte Kundin an diesem Tag, ein Mädchen im Alter von 10 Jahren, war ebenfalls noch im Laden, wurde nach ersten Erkenntnissen aber nicht bedroht und von den Tätern aufgefordert, nach draußen zu gehen. Nach dem Überfall flüchteten die Täter mit einem vierstelligen Geldbetrag zu Fuß in Richtung Sulinger Straße. 

Passanten, die den Überfall und die Flucht der Täter registrierten, verfolgten diese, konnten einen 19-Jährigen Nienburger stoppen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Mit mehreren Streifenwagen, Diensthunden und dem Polizeihubschrauber wurde nach den beiden Flüchtigen gefahndet. Die Täter konnten dennoch unerkannt entkommen.

Zeugen gesucht

Trotz seines jungen Alters ist der festgenommene Beschuldigte für die Polizei kein Unbekannter und in der Vergangenheit schon mehrfach durch verschiedene Straftaten aufgefallen. Gegen ihn und die beiden anderen Mittäter wird nun wegen schweren Raubes intensiv ermittelt. Zur Identität der beiden Flüchtigen ist derzeit noch nichts bekannt.

Kurz vor der Tat waren einer Angestellten die späteren Täter schon aufgefallen, als diese aus Richtung Hoyaer Straße kamen und in Richtung der Ampelkreuzung gingen. Möglicherweise sind die Männer anderen Passanten auch aufgefallen. Wer Hinweise zum Raubüberfall oder zu den Tätern geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Hoya unter Tel. 04251/934640 zu melden.

Auch wenn es Mitbürgern in diesem Fall gelang, einen der Täter zu stellen, rät die Polizei dringend davon ab, selbst in solche gefährlichen Situationen einzugreifen. Täter können völlig unberechenbar reagieren und mitgeführte Waffen einsetzen. Passanten sollten sich nicht in Gefahr begeben, umgehend die Polizei informieren und sich für Fragen der Beamten bereithalten.

Rubriklistenbild: © dpa/picture alliance

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