Streben oder Drahtgeflecht

Meerbachbrücke in Nienburg: Ausschuss diskutiert über Geländer

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Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Im September soll sie fertig sein. Ob die Meerbachbrücke dann ein Geländer hat, ist nicht sicher.

Zeitlich und finanziell liegt der Bau der neuen Meerbachbrücke im Zeitplan. „Fertigstellungstermin ist Ende September“, versicherte der bei der Stadt Nienburg verantwortliche Ingenieur Michael Pohl den Mitgliedern des Bauausschusses im Rahmen einer Ortsbesichtigung.

Beschlussvorschlag mit zwei Varianten

Ob die neue Brücke im Zuge der Leinstraße dann ein Geländer haben wird, ist schon fraglicher. Auch wie dieses einmal aussehen wird, ist nach wie vor offen. Fest steht: Es besitzt keine Glaselemente. Einen Beschlussvorschlag zur Gestaltung des Brückengeländers hat der Bauausschuss dem Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend empfohlen. Dieser sieht allerdings noch zwei Varianten, vor. 

Filigrane Stahlstreben statt Glaselemente

Eine Variante besteht aus einem Stahlgeländer, dessen Zwischenräume aufgrund von Sicherheitsanforderungen mit einem Drahtgeflecht geschlossen werden. Die andere entsprang einer spontanen Idee von WG-Fraktionschef Frank Podehl. Er schlug vor, bei einer zunächst verworfenen Kombination nach historischem Vorbild aus Stahl und Glas, statt der Glaselemente filigrane horizontale Stahlstreben einzusetzen. Für diese Lösung gibt es bislang aber nur eine in der Sitzung von Podehl gezeichnete Skizze. Die Stadtverwaltung muss diese nun auf Kosten und Realisierbarkeit prüfen. Sollte die Podehl-Variante umsetzbar sein, muss der Verwaltungsausschuss sich in seiner nächsten Sitzung für eine Variante entscheiden und diese dem Stadtrat vorschlagen. Der wird dann in seiner Sitzung am 26. Mai darüber abstimmen.

Längere Diskussion über Gestaltung

Dem Beschlussvorschlag ging – wie bereits in den vorangegangenen Sitzungen zu diesem Thema – eine längere Diskussion über die Gestaltung voraus, die Christdemokrat Markus Veil auf den Punkt brachte: „Über Monate diskutieren wir verschiedene Varianten. Zwei bleiben übrig, von denen wir eine nicht wollen. Jetzt kommt eine neue hinzu. Und dann noch Kreise.“ Die Kreisidee hatte der Ausschussvorsitzende Karim Iraki kurz zuvor ins Spiel gebracht. Sie fiel allerdings nicht auf fruchtbaren Boden. Verworfen hatte das Gremium ebenfalls sämtliche Varianten, die Glaselemente enthielten. Das sei bereits beschlossen gewesen, ärgerte sich insbesondere Sozialdemokrat Rüdiger Altmann. Er verstehe nicht, warum nun wieder eine Variante mit Glaselementen von der Stadt vorgeschlagen werde. „Wichtig ist, dass wir auf der Brücke im September ein Geländer stehen haben. Ich könnte mich mit der Drahtgeflecht-, aber auch mit der gezeichneten Alternative anfreunden“, erklärte Bürgermeister Henning Onkes.

Finanzieller Spielraum bei Gestaltung

Finanziell hat die Stadt bei der Gestaltung dank Fördermittel übrigens ordentlich Spielraum. Weil das Brückengeländer Denkmalschutzauflagen entsprechen muss, erhält die Stadt Nienburg nun Zuschüsse in Höhe von 255000 Euro. „Damit ist es eine sehr wirtschaftliche Angelegenheit“, freut sich Onkes.

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