„Getriebe läuft von Tag zu Tag geschmeidiger“

Mehr Besucher im Nienburger Kino „Filmpalast am Hafen“ als erwartet

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Gut gelaunt: Holger Glandorf freut sich über den gelungenen Start seines neuen Kinos.

Nienburg - Seit fünf Wochen ist Nienburgs neues Kino „Filmpalast am Hafen“ in Betrieb. Jetzt zieht Inhaber Holger Glandorf eine erste Bilanz.

Holger Glandorf ist zufrieden. Langsam nimmt sogar seine Anspannung ab. Vor einem guten Monat öffnete sich zum ersten Mal der Vorhang in seinem neuen Nienburger Kinocenter „Filmpalast am Hafen“. „Die enorme Resonanz hat unsere Erwartungen noch übertroffen. Die Besucher haben uns überrannt“, bilanziert der Kino-Inhaber, der den Filmpalast gemeinsam mit seiner Frau Sandra betreibt, nach den ersten fünf Wochen mehr als zufrieden. „An den Wochenenden hatten wir teilweise über 1000 Besucher am Tag. Viele von ihnen kamen von außerhalb.“ Rund 30 Kilometer weit erstrecke sich der Einzugsbereich schon.

"Star Wars" hat großen Anteil an guter Besucherresonanz

Großen Anteil daran hatte die Premiere von „Star Wars“ eine Woche nach dem Kino-Start. Das Filmpalast-Team konnte sich so eine Woche lang einspielen, bevor der erste Hollywood-Blockbuster die Kinosäle bis auf den letzten Platz füllte. „Allein die Mundpropaganda daraufhin hat uns viele Besucher generiert“, berichtet der Kino-Inhaber. „Zu uns kommen nicht nur Gäste, die vorher nach Garbsen gefahren sind. Viele kannten bislang nur das klassische Dorfkino“, erzählt Glandorf.

Ein Kino auf Großstadtniveau

Nienburg hat jetzt ein Kino auf absolutem Großstadtniveau. Darüber hinaus bietet es mit dem Sofa-Kino noch ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Modernste Licht- und Soundtechnik versprechen ein einmaliges Kinoerlebnis. „Die Technik ist so modern, dass die Installation selbst für die Fachleute mitunter eine Premiere war.“ Natürlich sei nicht von Beginn alles glatt gelaufen. „Jetzt läuft das Getriebe aber von Tag zu Tag geschmeidiger“, ist der Kinobesitzer zufrieden. Trotz diverser Testläufe sind einige Probleme erst im Praxisbetrieb aufgetreten. Meistens war es die hochkomplexe Technik, die noch etwas Fine-Tuning erforderte.

Im März könnten die Außenarbeiten abgeschlossen sein

Während der „Filmpalast am Hafen“ innen bis auf Kleinigkeiten fertiggestellt ist, wird sich draußen in den kommenden Wochen noch einiges ändern. „Wenn das Wetter mitspielt, werden Arbeiten im Außenbereich im März abgeschlossen sein“, berichtet Projektkoordinator Walter Meinders.

Bauarbeiter stellen derzeit die Straße zwischen Brückenstraße und Hafen fertig.

Vor dem Lounge-Bereich ensteht eine Terrasse

Aktuell wird die Straße von der Brückenstraße bis zum Hafen fertiggestellt. Sie bekommt auf beiden Seiten neben der Asphaltschicht noch einen begrünten, aber befestigten und befahrbaren Streifen. Vor dem Lounge-Bereich soll in den kommenden Wochen außerdem die Terrasse entstehen. Sobald die Temperaturen steigen, bekommt auch die Kino-Fassade ihr abschließendes Make-up. Das Eingangsportal und der vertikal in der Fassadenmitte durchlaufende Betonstreifen werden anschließend in einem kräftigen Rot erstrahlen. Noch nicht abgeschlossen ist derzeit ebenfalls die Personalsuche. Bislang arbeiten im „Filmpalast am Hafen“ 15 Beschäftigte. Die gleiche Zahl soll noch einmal hinzukommen.

Nervenaufreibende Grundstückssuche

Nach einer nervenaufreibenden, wie langwierigen Grundstückssuche öffneten Sandra und Holger Glandorf am 12. Dezember den „Filmpalast am Hafen“ und schlossen zugleich den alten „Filmpalast“ an der Filmeckkreuzung. Der war aufgrund seiner begrenzten Kapazität und seiner baulichen Rahmenbedingungen nicht mehr wettbewerbsfähig. Holger Glandorf entschloss sich daher zu einem Neubau – nach Möglichkeit in Nienburg. Auf Initiative von Bürgermeister Henning Onkes rückte der jetzige Standort in den Fokus. Bei genauerer Betrachtung erwies sich das Grundstück zwischen Brückenstraße und Nienburger Hafen von der Lage und Topografie als perfekt. Einziger Haken. Es gehörte dem Wasser- und Schifffahrtsamt. Ein entsprechender Grundstückstausch, der der Behörde ein adäquates Areal an der Weser gewährte, zog sich weit über ein Jahr hin und strapazierte die Nerven der Glandorfs aufs Äußerste.

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