ArL lässt Bürgervorschlag bewerten

Mehringen jetzt ein möglicher Standort für Umspannwerk

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Die 220-kV-Stromtrasse von Stade nach Landesbergen soll durch einen 380-kV-Neubau ersetzt werden. Dabei braucht es auch ein neues Umspannwerk in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Neu als Standort im Gespräch ist Mehringen, wo dieses Foto entstanden ist. 

Samtgemeinde - Nördlich von Mehringen könnte ein Standort für das geplante neue Umspannwerk in der Samtgemeinde Hoya liegen. Diese Idee haben Mitglieder einer Magelser Bürgerinitiative ins Spiel gebracht, und nun wird sie offiziell geprüft. Die Firma Tennet als Bauherrin sowie das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) als Raumordnungsbehörde nehmen Mehringen wahrscheinlich im laufende Raumordnungsverfahren auf die Liste möglicher Standorte. Die Bürger können dazu später Stellung nehmen.

In einer Pressemeldung schildert Renate Gaus, Referentin für Bürgerbeteiligung bei Tennet, die Details des laufenden und des weiteren Verfahrens rund um den Neubau der 380-Kilovolt-Stromleitung zwischen Stade und Landesbergen und den damit verbundenen Umspannwerksbau in der Samtgemeinde Hoya.

„Hinweise betroffener Bürger und der Samtgemeinde Grafschaft Hoya ergeben weitere mögliche Standorte für das neu zu bauende Umspannwerk“, schreibt sie. „Die technische und raumordnerische Bewertung der neuen Standortvorschläge für ein Umspannwerk in der Grafschaft Hoya durch die Tennet TSO GmbH und das ArL in Lüneburg erfolgt derzeit noch, jedoch ist bereits erkennbar, dass zumindest ein neu genannter Standort nördlich von Mehringen als Alternative zum Vorzugsstandort Magelsen in Betracht kommen und möglicherweise vorzugswürdig sein könnte“, steht in der Pressemitteilung.

Tennet lässt für Mehringen Vor- und Nachteile herausarbeiten

Auf Nachfrage unserer Zeitung konkretisiert Stefano Panebianco vom ArL: „Bei den weiteren neu vorgeschlagenen Standorten sieht Tennet erkennbare Nachteile gegenüber ihrem Vorzugsstandort Magelsen. Bei Mehringen ist sich Tennet allerdings recht sicher, dass dieser Standort ernsthaft in Betracht kommt.“

Bislang galten Magelsen, Hoyerhagen, Wechold und Duddenhausen als mögliche Standorte. Nun lässt Tennet auch für Mehringen die Vor- und Nachteile herausarbeiten, wie dies bei den anderen Orten bereits geschehen ist. Sobald diese Unterlagen vorliegen, kann die Öffentlichkeit erneut Stellung nehmen – allerdings nur zu den Umspannwerksstandorten und den Leitungsverläufen dorthin, nicht mehr zum gesamten Trassenverlauf.

Derzeit erscheint eine öffentliche Auslegung der Unterlagen ab Anfang September möglich, schreibt Renate Gaus. Die ergänzten Antragsunterlagen werden dann im Internet veröffentlicht und zusätzlich für die Dauer eines Monats im Rathaus Hoya ausliegen. - mwe

Zum laufenden Verfahren

Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Lüneburg hat am 21. April das Raumordnungsverfahren für die geplante 380-kV-Höchstspannungsleitung Stade-Landesbergen, die die bestehende 220-kV-Leitung ersetzen soll, eingeleitet. Nach Durchführung des Beteiligungsverfahrens im zweiten Quartal 2017 werten derzeit Tennet, das Planungsbüro Sweco und das ArL die eingegangenen Hinweise und Stellungnahmen aus – mehr als 90 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange sowie rund 170 von Privatleuten. Der größte Teil der privaten Hinweise stammt aus dem Bereich der Samtgemeinde Grafschaft Hoya (rund 75 Prozent). Die Mehrzahl der Bürger äußert sich dabei zum erforderlichen Neubau eines Umspannwerks.

Neben neuen Standortvorschlägen zur Errichtung des Umspannwerks sind im Beteiligungsverfahren Hinweise zu einzelnen Variantenvergleichen und Vorschläge für geänderte Trassenverläufe eingegangen, die nach jetzigem Kenntnisstand jedoch eher geringe Auswirkungen auf die von Tennet vorgeschlagene Trassenführung haben, sodass dafür keine erneute Auslegung im Raumordnungsverfahren erforderlich ist.

Quelle: Tennet

Mehr Inforamtionen auf: www.tennet.eu/de/unser-netz/ onshore-projekte-deutschland/ stade-landesbergen

Quelle: kreiszeitung.de

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