Café-Charakter statt Kantinenstimmung

Mensa der OBS Marklohe wurde eingeweiht

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Architekt Rainer Reede, Landrat Detlev Kohlmeier und Schulleiter Joachim Schmaeck (von links) bei der Schlüsselübergabe. 

Marklohe - Von Max Brinkmann. Da wurden eventuell Erinnerungen wach: Landrat Detlev Kohlmeier fühlte sich möglicherweise in seine eigene Schulzeit zurückversetzt, als ihm Freitag Mittag ein waschechtes Mensaessen vorgesetzt wurde.

Grund war die offizielle Einweihung der Mensa der Oberschule (OBS) Marklohe, die seit diesem Schuljahr in Betrieb ist. Von außen wie von innen erscheint die Mensa moderner als die betonlastigen Gebäude der OBS. Dank einer großen Glasfront ist es im Innenraum sehr hell. 

Außen wurde nicht etwa mit eintönigen Farben gearbeitet. Das Gebäude ist mit roten und orangenen Platten bunt verkleidet. „Die Mensa vermittelt so eher Café-Charakter statt Kantinenstimmung“, zeigt sich Architekt Rainer Reede stolz über sein neues Projekt.

430 Quadratmeter Platz

Die neue Mensa von außen.

„Zu einer guten Schule sollte eine Mensa gehören“, meint Landrat Kohlmeier. „Dieses moderne Modell ist eine Anregung dafür, wie der Rest der Schule nach einer Sanierung aussehen könnte.“ Er erzählte, dass die Schulen im Landkreis hinterfragt und verändert werden, um für die Zukunft ausgerichtet zu sein. Die Mensa habe mit 430 Quadratmetern eine angemessene Größe für die OBS. Der Landkreis hatte das Projekt mit 1,3 Millionen Euro unterstützt. 50 Essen gehen zurzeit an Spitzentagen über den Tresen – das seien Mittwoch und Donnerstag, sagt Schulleiter Joachim Schmaeck.

"Ganztag ist wichtig"

Anne Kathrin Meyer serviert das Essen in der Mensa. 

Kohlmeier ist stolz auf die geringe Bauzeit von nur einem Jahr. Dabei sollte die Mensa ursprünglich schon im Februar diesen Jahres genutzt werden können. Da lange nicht klar war, ob der Ganztagsbetrieb wegen niedriger Schülerzahlen überhaupt zustande würde, war dies aber nicht allzu schlimm. „Wir freuen uns, dass wir – wenn auch nicht im gewünschten Umfang – noch Ganztagsbetrieb haben“, sagte Schmaeck. Außerdem formulierte er an den Schulträger die Bitte, den Rest der Schule so schnell es geht zu sanieren.

Der Ganztag war auch ein wichtiges Thema für Claudia Dierkes-Hartwig von der Landesschulbehörde. Durch ein Ganztagsangebot würden die Eltern entlastet werden und könnten ihrem Job besser nachgehen. „Ein Ganztag ist erst ein zweites Zuhause, wenn es dort Essen gibt“, ließ sie verlauten und freute sich über die neue Mensa, die übrigens auch über einen Wasserspender verfügt.  Dieser werde laut Schulleiter Schmaeck von den Schülern ganz besonders oft genutzt. 

Passend zum Ort bekam Schmaeck von Architekt Reede am Ende einen riesigen gebackenen Schlüssel überreicht. Nach dieser obligatorischen Schlüsselübergabe wurde zum Büfett geladen. Ob Landrat Kohlmeier in Zukunft öfter in Marklohe vorbeischaut, um das Mensaessen zu genießen, bleibt fraglich.

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