Jederzeit frei zugänglich und zentral gelegen in der Langen Straße 

Neuer Lebensretter für Nienburg: Modehaus Heitmann sponsort Defibrillator 

Gemeinsam für schnelle Erste-Hilfe (von links): Andreas Heitmann hat den lebensrettenden Defibrillator von Soeke Schumann und Stefan Krieg erhalten.
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Gemeinsam für schnelle Erste-Hilfe (von links): Andreas Heitmann hat den lebensrettenden Defibrillator von Soeke Schumann und Stefan Krieg erhalten.

Nienburg - Im Notfall gut ausgerüstet sind ab jetzt die Passanten an der Langen Straße in Nienburg. Am Modegeschäft Heitmann hängt seit dieser Woche ein Defibrillator, der stets für jeden frei zugänglich ist. Es ist der erste „Defi“ in der Nienburger Innenstadt, der rund um die Uhr öffentlich erreichbar ist.

Mit dem Automatisierten Externen Defibrillator (AED) können auch Laien Leben retten, erklären Stefan Krieg und Soeke Schumann von „medbuy - medical consulting“ aus Nienburg. Die Fachfirma verkauft medizinische Produkte nach ganz Deutschland.

Im Notfall leitet das Gerät durch alle Schritte der Anwendung. Sowohl per Sprach- als auch Bildanleitung werden die Ersthelfer begleitet. Zum Einsatz soll der „Defi“ kommen, wenn jemand in der Nienburger Innenstadt einen Kreislaufstillstand hat. „Dann zählt jede Minute“, weiß „medbuy“-Geschäftsführer Stefan Krieg.

Jederzeit frei zugänglich und zentral gelegen ist der neue Defibrillator am Modehaus Heitmann an der Langen Straße in Nienburg.

Verliert jemand das Bewusstsein, also hört auf zu atmen und reagiert nicht mehr, sind die ersten Minuten entscheidend, sagt der Fachmann. „Dann flimmert das Herz in den ersten Minuten oftmals noch.“ Mithilfe des Automatisierten Externen Defibrillators werden Ersthelfer dann durch die Reanimation geleitet. Um ein Herz wieder zum Schlagen zu bringen, kann ein Elektroschock notwendig sein. Das Gerät erkennt ohne Zutun der Ersthelfer, was für den Patienten nötig ist. „Das ist kinderleicht. Man kann nichts falsch machen“, sagt Soeke Schumann.

Nienburg wird "herzsicherer"

Wie simpel die Handhabung ist, haben die „medbuy“-Mitarbeiter bereits dem Team des Modehauses Heitmann gezeigt. Sie können während der Geschäftszeiten im Ernstfall auch aktiv werden und den Defibrillator bedienen. Aber auch nach Ladenschluss steht der Lebensretter an der Langen Straße für jedermann bereit.

Geschäftsführer Andreas Heitmann hat den „Defi“ gekauft und stellt ihn gerne der Öffentlichkeit zur Verfügung. „Ein Defibrillator, der jederzeit erreichbar ist, hat in der Stadt gefehlt. Damit kann man wirklich Leben retten“, sagt der Nienburger, der hofft, damit auch weitere Sponsoren zu inspirieren. Soeke Schumann vom „medbuy“-Vertrieb bezeichnet Heitmann als „Vorreiter“.

In anderen Orten würden öffentliche Defibrillatoren bereits zum Stadtbild dazugehören. „Das ist auch eine Wertschätzung der Stadt gegenüber. Wir sind Herrn Heitmann für die Zusammenarbeit sehr dankbar“, sagt Schumann. Nienburg würde nun ein Stück „herzsicherer“ werden.

Öffentliche Übung beim Wochenmarkt 

Um möglichst vielen Menschen zu zeigen, wie sie im Notfall helfen können, gibt es am Samstag, 16. November, eine Mitmach-Aktion beim Nienburger Wochenmarkt.

Die Experten der „medbuy“ und der ASB Rehburg zeigen dann wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen. Anhand von Puppen können Passanten selbst lernen, was sie im Ernstfall tun können. Auch der neue „Defi“ wird dann erläutert. Zu dieser öffentlichen Übung vor dem Modehaus Heitmann ist jeder willkommen.

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