Aufbauarbeiten für Fantasy-Rollenspiel in vollem Gange

Mythodea erwacht 

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Noch stören Stromkabel, Lkw und Trecker das Bild. Doch genau auf diesen Wiesen wird in nur wenigen Tagen eine fantastische, mittelalterliche Welt entstehen und eleganten Elfen, frechen Goblins und gefährlichen Kriegern eine fantastische Spielkulisse bieten.

Brokeloh - Von Janina Stosch. Noch sieht es nicht wirklich nach einer fantastischen, mittelalterlichen Welt aus – doch auf den Wiesen des Ritterguts Brokeloh schuften derzeit rund 80 Helfer um für das Live-Rollenspiel „Conquest of Mythodea“ das richtige Ambiente zu schaffen. Dieses findet vom 31. Juli bis 4. August rund um das Rittergut statt.

Bereits zum 16. Mal nutzen die Veranstalter „Live Adventure“ aus Regensburg das Brokeloher Rittergut von Familie Niemeyer als Kulisse für das größte Live-Rollenspiel weltweit. Bereits seit Sonntag sind die Organisatoren und die erste Helferschar in Brokeloh und haben ihr „Hauptquartier“ in den Räumlichkeiten des Ritterguts bezogen. Aus der selbst eingerichteten Zentrale wird alles gesteuert und koordiniert. „Für das gesamte Event haben wir rund 450 ehrenamtliche Helfer“, sagt Eva Brinckmann von „Live Adventure“, eine der Koordinatorinnen beim „Conquest of Mythodea“.

Mit vier 40-Tonnern sind die Regensburger nach Brokeloh gekommen – beladen mit Kulissenteilen, Baumaterial, Werkzeug, Zelten, Sound-und Lichttechnik sowie Nebelmaschinen. Auf der rund 100 Hektar großen Fläche des Ritterguts wird die Ladung mit Hilfe von mehreren Radladern und Sprintern an die richtige Stelle manövriert und abgeladen. Die Gesamtfläche wird mit Sprühkreide in verschiedene Areale geteilt. Die Spieler campieren in unterschiedlichen Lagern, den sogenannten Bannern. Dabei wird unterschieden zwischen dem Banner der Entdecker, der Freien, der Einheit und der Eisernen.

Das „ Conquest of Mythodea“ lebt von seinen tollen Kulissen und atemberaubenden Verkleidungen. 

Conquest of Mythodea lebt von Ambiente

„Tross“ wird die Stadt genannt, in der die Händler ihre Waren wie mittelalterliche Kleidung, Rüstungen, Waffen und Met anbieten. Auch die Essensstände mit den begehrten Barbarenspießen oder Hanftaschen sind hier genauso anzutreffen wie die Kneipe „Roter Stern“. Handwerker, Gilden, Künstler und Barden sind ebenfalls im Tross beheimatet. 

„Hier muss ambientetechnisch alles stimmen“, sagt Brinckmann. „Von Zelten, über Kleidung bis hin zu Besteck, Kochgeschirr und Sitzgelegenheiten – alles muss hier möglichst authentisch aussehen. Von Handys, Kabeln, Kameras und Chipstüten soll hier nix zu sehen sein.“ Bei einem Check-Rundgang wird dies genauestens geprüft und alles, was dann noch das Ambiente stört, muss gut kaschiert oder beseitigt werden. 

Mit digitalen Funkgeräten kommunizieren die Organisatoren auf dem weitläufigen Gelände untereinander. „Auf die ist die örtliche Polizei immer ganz neidisch“, sagt Brinckmann lachend. 

Fantastische Zusammenarbeit in Brokeloh

Da auch Untote und Orks gewisse menschliche Bedürfnisse haben, müssen zwei große Sanitärdörfer mit Duschen, Toiletten und Waschmöglichkeiten errichtet werden. Insgesamt gibt es auf dem Gelände dann 128 Duschen, 96 Wasser-Klos und 110 Mobiltoiletten. Für eine Trinkwasserfreigabe bedarf es erst grünes Licht vom Gesundheitsamt. Die Zusammenarbeit mit den Behörden liefe schon seit Jahren reibungslos, sagt Brinckmann. 

Auch von Seiten der Feuerwehr und Polizei sei die Unterstützung toll. „Besonders bei solchen Gegebenheiten wie der derzeit stark erhöhten Waldbrandgefahr arbeiten wir Hand in Hand, um auch solche Herausforderung zu meistern“, sagt Brinckmann. Die Johanniter sind ebenfalls schon lange beim Conquest dabei und versorgen alle kleineren und auch größeren Verletzungen von Spielern und Crew mit Einsatz. Diese sind 24 Stunden am Tag vor Ort.

Gefreut haben sich Brinckmann und die Helfer-Crew besonders über die Einladung von der Samtgemeinde Mittelweser, sich kostenlos jeden Nachmittag im Naturfreibad Landesbergen zu erfrischen. 

Mythodea: Rund 8 400 Spieler erwartet 

Am morgigen Sonntag reisen die ersten Spieler an, heute trudeln bereits die Händler ein. Rund 8 400 Spieler erwarten die Organisatoren. Offizieller Spielbeginn ist am Mittwoch – dann gibt es für die sogenannten „Runner“ auch auf dem Schlachtfeld wieder einiges zu tun. Neben dem ständigen Bereithalten von Wasserflaschen für die überhitzten Krieger sammeln diese auch die verschossenen Pfeile und andere zurückgebliebenen Utensilien ein oder eskortieren einen Krieger mit Verletzung zu den Sanitätern. Die Spielleiter haben eher den „Plot“, also die Geschichte und die eigentliche Spielhandlung im Blick und sind Ansprechpartner für alle Regel- und Charakterfragen.

Brokeloh sei inzwischen ein zweites Zuhause geworden, sagt Brinckmann. „Die Brokeloher sind fantastisch. Die Anwohner freuen sich jedes Jahr wenn wir hier ankommen. Viele spielen selbst aktiv mit oder helfen als Runner auf dem Spielfeld. Zwei ältere Damen aus dem Ort lassen es sich nicht nehmen unseren Koch jeden Abend bei der Teamverpflegung in der Küche zu unterstützen.“

Besuch in Mythodea 

Alle, die das mittelalterliche Treiben im Tross selbst hautnah erleben möchten, können am Donnerstag, Freitag und Samstag Tagestickets für das Conquest erwerben. Diese sind beim angegliederten Fantastica-Festival im Schlossgarten erhältlich. Um das Ambiente nicht zu stören, ist mittelalterliche Gewandung verpflichtend. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Veranstalters www.live-adventure.de

„ConQuest of Mythodea“ 2018

Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Harfenklang und Flötenspiel – die leisen Tönen sind es auch, die den Reiz des Fantasy-Spiels ausmachen. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Zauberhafter Ausklang: zum Ende des Tages gibt es auf dem Fantastica-Markt eine Feuer-Show. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Zauberhafter Ausklang: zum Ende des Tages gibt es auf dem Fantastica-Markt eine Feuer-Show. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Heiler bieten am Rande des Schlachtfelds ihre Dienste an – bei wirklichen Verletzungen kommen Sanitäter von den Johannitern. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Drei gegen einen – und der Recker mit dem freien Oberkörper schlägt sich dabei tapfer. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Staunend erlebt Mika de Welt von „Mythodea“. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Der Streithammer ist länger als Mika – und fällt in Null Komma Nix den Krieger. © ade
Der Streithammer ist länger als Mika – und fällt in Null Komma Nix den Krieger.
Der Streithammer ist länger als Mika – und fällt in Null Komma Nix den Krieger. © ade
Fantastisch gewandet und keinesfalls darauf bedacht, möglichst schön zu sein – so zeigen sich viele der Charaktere auf „Mythodea“.
Mit seiner Bratpfanne gibt Mika dem Bären-Mann den Rest. © ade

Auch eine Loccumerin mischt beim Mythodea-Rollenspiel mit. 

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