Alternative Streumittel schonen Grundwasser

NABU: Der Umwelt zuliebe auf Streusalz verzichten

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Über die Kanalisation gelangt Streusalz auch in Bäche und Flüsse.

Nienburg. Für die kommenden Tage prognostizieren die Meteorologen Minusgrade und Schauer – eine Zeit, in der vermehrt Streusalz zum Einsatz kommt.

 „Die Auswirkungen von Streusalzen sind vielfältig“, erklärt die zweite Vorsitzende des Nienburger NABU, Dr. Anja Thijsen. „Das Salz schädigt nicht nur den Nährstoffhaushalt der Straßenbäume, die dadurch anfälliger für Schädlinge und Krankheiten werden. Sondern wird darüber hinaus über die Kanalisation in die Bäche gespült. Dort kann es die auf Süßwasser angewiesenen Fische und Kleintiere schwächen.“ An Land könnten sich zudem Wild- und Haustiere am Streusalz die Pfoten entzünden. Neben den ökologischen Folgen verursacht Streusalz zudem ökonomische Schäden wie die Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen. 

Deshalb rät Dr. Thijsen, Alternativen zum Streusalz zu nutzen. Dazu gehören salzfreie, abstumpfende Streumittel wie Granulate, Split, Sand oder Kies. Im Handel gibt es vom Umweltbundesamt (UBA) getestete Produkte. 

Das UBA hat für Streumittel, die bestimmte ökologische Anforderungen erfüllen, das Umweltzeichen ‚Der Blaue Engel‘ vergeben. In einigen Städten und Gemeinden ist der private Einsatz von Streusalz ohnehin offiziell nicht erlaubt. Nach Ansicht des NABU sollte Streusalz komplett aus Dörfern und Städten verbannt werden.

Verantwortungsvollen Bürger empfiehlt Dr. Thijsen beim Kauf von Streugut auf das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ zu achten. Für eine umweltschonende, kostengünstige und gleichzeitig nachhaltige Glättebekämpfung sollte das Streugut zusammengekehrt und für den nächsten Einsatz aufbewahrt werden.

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