Nächste Woche im Ausschuss für Wirtschaft und Marketing

Logistikzentrum in Nieburgs Süden ist wieder Thema

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Die Weser spielt als Verkehrsader eine bedeutende Rolle.

NIENBURG/LEESERINGEN - von Leif Rullhusen. Ideen und sogar Pläne für ein Logistikzentrum im Süden der Kreisstadt existieren schon seit Jahren. Nun scheint sich diebezüglich etwas zu bewegen. Darüber wird Nienburgs Wirtschaftsförderer Walter Meinders im entsprechenden Fachausschuss berichten.

NIENBURG/LEESERINGEN - von Leif Rullhusen. Nienburg als überregional bedeutendes Logistikzentrum – als Knotenpunkt zwischen Bahn, Straße und Binnenschifffahrt. Eine solche Vision gibt es schon lange. Vor sechs Jahren gewann ein derartiges trimodales Zentrum zwischen Nienburg und Leeseringen bereits deutlich an Konturen. Ein wirtschaftliches Standortgutachten machte die Pläne – ein Entwicklungskonzept existierte auf dem Papier bereits – mit einem Schlag zunichte. Eigentlich sollte es als Basis für die Beantragung von Fördermitteln dienen. Es kam statt dessen zu dem Schluss, dass ein solcher kombinierter Verkehr nicht ausreichend nachgefragt werde. Das Gutachten empfahl, auf die Beantragung von Fördermitteln zu verzichten und die weitere Entwicklung am Markt abzuwarten.

Das war im Sommer 2010. Nun kommt wieder Bewegung in den Traum vom trimodalen Logistikzentrum an der Mittelweser, an einen Containerumschlagplatz im Bereich des Tanklagers Schäferhof südlich der Kreisstadt. Nienburgs Wirtschaftsförderer Walter Meinders wird im Ausschuss für Wirtschaft und Marketing am kommenden Mittwoch, 2. April, über die aktuellen Planungen und den Sachstand der Entwicklungen berichten. Es bewegt sich also etwas. Genauer will sich der Wirtschaftsförderer derzeit dazu aber nicht äußern. Klar ist, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sprechen aktuell wieder verstärkt für die Ansiedlung.

Die Umschlagkapazitäten in den großen Zentren, wie Bremen und Hamburg, sind am Limit. Viele Unternehmen werfen deshalb zunehmend ein Auge auf das Hinterland. Und da rückt Nienburg ins Visier von Investoren. Die Möglichkeit einer trimodalen Kombination von Wasser, Schiene und Straße sprechen für den Standort im Süden der Kreisstadt. Zumal dort mit „Best Oil“ ein potentes Unternehmen sitzt, das diese Infrastrukturkombination hervorragend nutzen könnte.

Mit dem geplanten Bau des „Südrings“ hat die Kreisstadt in den vergangenen Jahren bereits die Weichen für eine Straßenanbindung gestellt. Sollte das Logistzentrum tatsächlich kommen, wäre allerdings ein Ausbau der B 215 um Landesbergen herum unausweichlich. Eng verknüpft ist das Logistzentrum auch mit dem Ausbau der Mittelweser für Großmotorgüterschiffe. Knappe Haushaltsmittel des Bundes ließen das Vorhaben auf eine Basisvariante zusammenschrumpfen. „Elf von ursprünglich 19 geplanten Uferrückverlegungen in Kurvenbereichen wurden in diesem Zuge auf Eis gelegt“, erklärt Thomas Rumpf, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts in Verden. Die 110 Meter langen Großmotorgüterschiffe könnten den Fluss trotzdem nutzen, Einschränkungen gebe es lediglich im Begegnungsverkehr. „Gewisse Beschränkungen hätte es diesbezüglich aber auch nach einem kompletten Ausbau der Weser gegeben“, macht Rumpf klar. Auch ein anderes Nadelöhr hätte der vollständige Ausbau nicht beseitigt. Voll beladen mit Containern kann ein Großmotorgüterschiff die Autobahnbrücke der „Hansa-Linie“ zwischen Bremen und Hamburg nicht passieren. Das Bauwerk ist zu niedrig.

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