Türkische Geschichten mit Tänzen erzählen: Multi-Kulti-Folkloregruppe steht vor ihrer Gründung

Nationalitäten-Mix erwünscht

Zum Kindertag im vergangenen Jahr hatte die türkisch-islamische Gemeinde zu Rehburg-Loccum eine Folkloregruppe aus Stadthagen eingeladen – nun möchte sie selbst eine solche Gruppe gründen.

Nienburg - REHBURG (ade) · Eine Folkloregruppe will die Türkisch-Islamische Gemeinde Rehburg-Loccum gründen und sucht dafür Jugendliche und junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren. Wer Spaß am Tanzen hat und neugierig auf traditionelle Tänze aus der Türkei ist, kann zum Informationsabend am Freitag, 15. Januar, 17 Uhr, in das Gemeindezentrum in Rehburg, Starstraße 1, kommen.

„Meistens erzählen unsere Tänze Liebesgeschichten“, beschreibt Mehmet Degirmenci, Pressesprecher der Gemeinde, die Inhalte der Musik. Jede Region in der Türkei habe ihre eigenen Geschichten, ihre eigenen Rhythmen und Tempi. Da lasse sich ein Tanz, eine Musik schnell der jeweiligen Gegend zuordnen. In Reihen werde getanzt, in Gruppen, in Kreisen, mal rasant, mal getragen, Männer und Frauen im Wechsel oder gemeinsam.

Diesen wichtigen Teil der türkischen Kulturgeschichte möchte die Gemeinde nun auch in Rehburg-Loccum pflegen und sucht junge Menschen beiderlei Geschlechts, die Lust aufs Tanzen haben. „Multi-Kulti“ sei dabei geplant, sagt Degirmenci, alle Nationalitäten seien willkommen. Nicht nur geplant, sondern sogar ausdrücklich erwünscht ist diese Mischung, denn finanziert wird das Projekt über das Programm „Stärken vor Ort“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Integration ist das Stichwort. Havva Degirmenci wird die Gruppe anleiten. Die 24-Jährige hat bereits als kleines Mädchen in der Türkei in Folklore-Gruppen mitgetanzt. Weitergebildet hat sie sich in den vergangenen Jahren in Sommer-Kursen in der Türkei, in der Rehburger Grundschule leitet die Erzieherin mit zwei Ganztagsangeboten seit einigen Monaten Kinder in Folkloretänzen an.

Ein wenig Enthusiasmus und Durchhaltevermögen sei schon nötig, meint Havva Degirmenci, ebenso wie eine regelmäßige Teilnahme an den Proben. Einmal pro Woche solle die Gruppe sich treffen, je nach Teilnehmerzahl werde sie eine oder zwei Gruppen bilden. Den Probentermin will sie mit den Teilnehmern gemeinsam festlegen. Ab dem Sommer seien erste kleine Auftritte geplant, denn zeigen sollen die Tänzer, was sie gelernt haben – je öfter, desto besser. Und dann sollen auch alle Teilnehmer mit traditionellen Kostümen beziehungsweise Trachten ausgestattet werden, damit nicht nur die Schrittfolgen, sondern auch der Anblick möglichst authentisch sind.

Wer genauere Informationen über dieses Gründungsvorhaben bekommen möchte, kann sich unter Tel. 0157/72192499 erkundigen – besser noch wäre, einfach zu dem Informationsabend am Freitag ins Gemeindezentrum zu gehen.

Quelle: kreiszeitung.de

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