Bestandsaufnahme drei Jahre nach der Renaturierung

Bücker Mühlbach: Die Natur ist zurück

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So sieht der Mühlbach heute aus: Hermann Morische und Holger Schomburg verschaffen sich einen Überblick. 

Bücken - Von Jens Heckmann. Vor drei Jahren hat der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband „Meerbach und Führse“ einen rund 100 Meter langen Abschnitt des Bückener Mühlbachs renaturiert. Nach Abschluss der Baumaßnahme sah das Bachbett westlich des Fleckens noch aus wie eine Steinwüste. Wie hat sich das Projekt inzwischen entwickelt?

Zwischen Seggen wachsen etliche Wildkräuter. Bachstelzen sausen dicht übers munter gluckernde Wasser oder sitzen auf einem der umspülten dicken Steine im Bachbett. Hermann Morische und Holger Schomburg vom Kreisverband für Wasserwirtschaft gefällt, was sie sehen: „Das hat sich wunderbar entwickelt. Sogar besser als gedacht.“

Wo bis vor drei Jahren ein Sohlabsturz als unüberwindliches Hindernis für Fische und Kleinlebewesen das Gewässer blockierte, liegt nun ein kleines Tal, durch das der Bach erstaunlich schnell Richtung Weser strömt. Aus dem Kanal ist wieder ein Bach geworden. Auch die Gewässerqualität ist recht gut, sagt Hermann Morische, Abteilungsleiter Gewässerunterhaltung beim Kreisverband für Wasserwirtschaft: „Es gibt hier sogar Bachforellen.“

Der Bückener Mühlenbach entspringt bei Wietzen und mündet nach 14 Kilometern und einer Höhendifferenz von etwa 40 Metern südlich von Hoya in die Weser. „40 Meter Gefälle auf der Strecke sind für unsere Region eine ganze Menge“, weiß Hermann Morische. Schon früh wurde die Wasserkraft für Mühlen nutzbar gemacht; wirklich massive Eingriffe in den Bachlauf gab es aber erst in den 60er- und 70er-Jahren: Der Bach wurde begradigt und vertieft; zur Überwindung der Höhendifferenzen kamen Sohlabstürze ins Gewässerprofil – ökologische Verarmung war die Folge.

Die mit 80 Prozent durch EU- beziehungsweise Landesmittel bezuschusste Renaturierung des Baches westlich von Bücken ist Teil eines Gesamtprojekts, mit dem der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband das, so Morische, „gute ökologische Potenzial“ des Mühlbachs wiederherstellen will. „Weitere Maßnahmen am Bückener Mühlenbach und seinen Nebengewässern - Graue und Calle - sind unter anderem im Rahmen der Flurbereinigung Warpe unter Federführung der Teilnehmergemeinschaft an den ehemaligen Mühlen geplant.“ Das entspreche den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Von den Arbeiten am Bückener Mühlenbach profitiert aber nicht nur die Natur: „Die Kinder aus der Gegend spielen hier jetzt gern und und kommen der natürlichen Umwelt so näher.“

Quelle: kreiszeitung.de

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