Ein abgefahrener Hingucker

Neue E-Ladesäule am Neumarkt

+
Ralf Thäsler, Thomas Brücker, Henning Onkes, Bernd Heckmann (Avacon), dahinter Niels Hornig und Friedhelm Meyer-Leseberg (Sachgebietsleiter Straßen und Verkehr) (v.l.) mit der neuen Ladesäule am Neumarkt.

Nienburg - von Kristina Stecklein. E-Mobilität ist ein großes Thema, es gewinnt zunehmend an Bedeutung. Damit das Interesse an der alternativen Fortbewegung weiter wachsen kann, gibt es seit Donnerstag eine neue E-Ladesäule am Neumarkt-Parkplatz in Nienburg.

Mittlerweile gibt es immer mehr Autos, die mit Strom fahren. „Die Anzahl der Fahrzeuge ist nicht gering in Nienburg, es sind keine Einzelfälle, sondern schon häufiger“, schätzt Ralf Thäsler, zuständig für Kommunalmanagement beim Energiedienstleister Avacon, ein. Damit diese, aber auch zukünftige E-Autos kräftig unterstützt werden, gibt es seit Donnerstag eine zusätzliche, innovative Ladesäule in Nienburg.

„Aus der Sicht der Stadt können wir dankenswerterweise sagen, dass wir super versorgt sind“, gibt Bürgermeister Henning Onkes bei der offiziellen Eröffnung der Ladesäule zu. Gerade bei einer Stadt mit knapp 30 000 Einwohnern wäre das nicht selbstverständlich.

Das Kooperationsprojekt zwischen Avacon und der Stadt Nienburg sieht vor, dass Avacon Eigentümer und Betreiber der Ladesäule ist. Für den Energiedienstleister ist die Aufstellung der Ladesäulen ein Pilotprojekt, denn: Lokale Werbung wird auf den Displays abgespielt. „Wir haben das Projekt angestoßen, damit wir den Kommunen das kostenfrei anbieten können“, erklärt Thomas Brücker von der e.on Essen. Er ist einer der Initiatoren des Projekts und sieht in den Ladesäulen eine „Win-Win“-Situation. „Die Firma Avacon stellt die Ladestationen, die Stadt stellt den Parkplatz und es gibt zwei zusätzliche Parkgelegenheiten“, fügt Brücker an. Im ersten Monat dürfen Besitzer eines E-Autos sogar kostenfrei parken und tanken.

Nicht nur Werbung, sondern auch Veranstaltungshinweise und Wettervorhersagen soll der praktische „Hingucker“ anzeigen. Als „Bürgerinformation“ bezeichnet der Mitinitiator den angebotenen Service.

Auch Niels Hornig, ebenfalls e.on Essen, gehört zu den Initiatoren. Er hat das Projekt in Nienburg in die Wege geleitet und sich an „die Kollegen vor Ort“ gewandt. Durch die Kooperation konnte das Konzept tatsächlich umgesetzt werden. „Dafür auch ein Danke an die Stadt und an Avacon“, sagt Hornig.

Während Elektroautos für den ein oder anderen vielleicht noch sehr zukunftsweisend sind, haben die Verantwortlichen noch einen Schritt weiter gedacht. „Die meisten Fahrzeuge können gar nicht so viel Strom aufnehmen, wie die Ladesäule abgibt“,
weiß Ralf Thäsler. Ein Tesla wäre da wohl die seltene Ausnahme.

Elektromobilität zu fördern ist ein Ziel vieler Kommunen. Die meisten Städte und Gemeinden, die Avacon im Rahmen des Pilotprojekts hinsichtlich einer Partnerschaft angefragt hatte, sagten deshalb zu. So folgen auch in den nächsten Wochen noch insgesamt 15 weitere innovative Ladesäulen für Elektrofahrzeuge im öffentlichen Raum.

Über die Ladesäule freute sich Onkes besonders und betonte: „Dies ist ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Nienburg und Avacon, die wir bereits mehrfach unter Beweis stellen konnten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Politik

Von der Leyen auf Partnersuche im Pentagon

Von der Leyen auf Partnersuche im Pentagon
Reisen

Essbare Stadt Andernach

Essbare Stadt Andernach
Reisen

Ein Tag auf drei schottischen Inseln

Ein Tag auf drei schottischen Inseln
Technik

Das LG G7 ThinQ im Test

Das LG G7 ThinQ im Test

Meistgelesene Artikel

Wilhelmstraße: Ausgezeichnete Blütenpracht

Wilhelmstraße: Ausgezeichnete Blütenpracht

Nienburg: Verdächtiger nach Handtaschenraub festgenommen

Nienburg: Verdächtiger nach Handtaschenraub festgenommen

Bahnhofsparkhaus: Kabel aus Wand gerissen und angezündet

Bahnhofsparkhaus: Kabel aus Wand gerissen und angezündet

Steimbke: Polizei klärt Straftatenserie auf

Steimbke: Polizei klärt Straftatenserie auf

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.