Nutzer wünschen Einsatz moderner Technik

Neue Heizung fürs Hoyaer Freibad?

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Neben dem Schwimmerbecken liegen auf etlichen Quadratmetern schwarze Schläuche für die Solarbeheizung des Wassers.

Hoya - Von Michael Wendt. Das Freibad Hoya hat Konkurrenz bekommen, und viele Dauerschwimmer sind abgewandert – das behaupten einige Badegäste und bitten die Samtgemeinde als Eigentümerin, das Bad zu modernisieren. Sie wünschen sich insbesondere eine Erhöhung der Wassertemperatur bei schlechtem Wetter.

Die Schulen im benachbarten Schulzentrum sowie der evangelische Kindergarten und das Grafen-Schwimmteam des TuS Hoya unterstützen die Initiative. Zur Situation: Seit nunmehr 26 Jahren ist das 1975 gebaute Freibad ausschließlich solarbeheizt. Die Folge: hohe Wassertemperaturen nur bei sonnigem Wetter und niedrige bei bewölktem Himmel.

„Durch die Beheizung der Freibäder Bruchhausen-Vilsen, Wietzen und durch das neue Bad in Nienburg hat das Hoyaer Freibad große Konkurrenz bekommen. Viele Dauerschwimmer sind abgewandert beziehungsweise kommen nur noch bei Wassertemperaturen ab 24 Grad. Durch die jetzige Solarheizung wird diese Temperatur nur bei sehr viel Sonnenschein und nach mehreren Tagen erreicht“ – so formulieren es die Dauergäste Ernst-August Prinzhorn (Bücken), Heinrich Brockmann (Mehringen), Heike Huth (Hoya), Detlef Kracke (Hoyerhagen), Ludwig Böhme (Schweringen) und Manfred Reinke (Warpe).

Dauernutzer reichen Wünsche ein

Ihr Schreiben mit ihren Wünschen haben sie kürzlich allen Fraktionen im Samtgemeinderat, dem Samtgemeindebürgermeister und der Kreiszeitung zukommen lassen. Unterschrieben ist es auch von den Leitern der Gutenbergschule, der Oberschule und des Gymnasiums sowie den Leiterinnen des Kindergartens und des Grafen-Schwimmteams.

Die Absender schlagen eine technische Aufrüstung des Freibads vor: Mit den technischen Fortschritten bei Solarmodulen und Fotovoltaikanlagen sowie eventuell durch den Einsatz einer Wärmepumpe in Verbindung mit Solarthermie wäre es aus ihrer Sicht möglich, dauerhaft eine Wassertemperatur von 24 Grad zu erreichen. 

„Im Sommer könnte die gewonnene Energie für das Freibad genutzt werden und im Winter für die Duschen und eventuell die Heizung in der großen Sporthalle“, heißt es in dem Schreiben. Auf dem Freigelände des Bads und auf dem Dach der Sporthalle wäre ausreichend Platz für Solarmodule, steht dort weiter. Und: „Es gibt viele Fördermöglichkeiten. Diese auszunutzen, ist eine Investition in die Zukunft und eine Unterstützung der Energiewende.“

Grundsätzlich loben die Verfasser die Gestaltung und die Sauberkeit des Freibads, das „nach Aussage vieler Gäste sehr hoch angesehen ist“.

Gemeinde will sich mit Wünschen befassen

Wie geht es nun weiter? Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer wird den Samtgemeinderat in dessen nächster Sitzung (Donnerstag, 23. März) über den Eingang des Schreibens informieren, „dann geht es in die Fraktionen, und das nächste Ziel ist der Bauausschuss“, sagt er auf Nachfrage unserer Zeitung.

Meyer erinnert in dem Zusammenhang an einen ähnlichen Wunsch aus der vergangenen Wahlperiode: „Damals gab es die Idee, die Wärme aus der Biogas-Anlage in Hoya-Nord für das Freibad zu nutzen.“ Man habe die Kosten dafür schätzen lassen. Das Ergebnis: Das Verlegen einer Leitung und die Installation der nötigen Technik würden mehr als 300.000 Euro kosten. „Damals hat die Politik entschieden, das nicht zu machen, so lange die Solaranlage im Bad noch in Ordnung ist“, sagt Detlef Meyer. Und sie sei noch in Ordnung.

Für den Samtgemeindebürgermeister geht es um eine Grundsatzfrage: „Wie will man das Freibad sanieren?“ Sie muss nun im Bauausschuss beantwortet werden.

Zuletzt wurde öffentlich, dass die Eintrittspreise des Hoyaer Freibads erhöht werden.

Quelle: kreiszeitung.de

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