Stadtentwicklungsausschuss entscheidet über Chancen

Neue Wohngebiete für Nienburg

Nienburg - Von Max Brinkmann - Der Stadtentwicklungsausschuss hat am Mittwochabend über viele mögliche Wohngebiete in der Stadt Nienburg entschieden.

Bürgermeister Henning Onkes appellierte zu Beginn an die Ausschussmitglieder: „Wir entscheiden heute über mehr als 120 mögliche Wohneinheiten. Das könnten Wohnchancen für 250 Menschen sein. Unser Ziel sollte es sein, vielen Personen zu ermöglichen, sich in unserer Stadt niederzulassen.“ Zunächst ging es um das Gebiet Hannoversche Straße/Schessinghäuser Weg. Was eigentlich mal ein Gewerbegebiet war, ist heute mehrheitlich Wohnraum. Der Beschlussvorschlag sah vor, das Gewerbegebiet offiziell zum „Mischgebiet“ zu widmen, um noch mehr Wohnhäuser bauen zu können. Dieses Vorhaben sah die SPD als kritisch an. 

Fraktionsvorsitzende Anja Altmann gab zu bedenken, dass nicht klar sei, wie sich das Gebiet am Südring entwickle und im Gebiet Hannoversche Straße/Schessinghäuser Weg ohnehin nicht viele Bauplätze möglich seien. Dieser Meinung schloss sich die Wählergemeinschaft an. Hans-Peter Rübenack, CDU-Fraktionsvorsitzender, ging noch auf den steigenden Verkehrslärm ein. Er würde dann an der Gesundheitsgrenze kratzen. Deshalb wurde der Beschluss am Ende – trotz der Ansage von Onkes, dass man es „mit der richtigen Einstellung“ schaffen könne und es „nicht viele Alternativen“ für dieses Gebiet gäbe – abgelehnt. Einstimmg und ohne lange Diskussion durchgewunken wurde, dass in Holtorf einige Häuser südlich von Vogelers Haus gebaut werden dürfen. Auch der Dienstleistungspark im Meerbachbogen war Thema. 

Hier könnten bis zu 35 Wohneinheiten entstehen. CDU und SPD sind beide dafür, Wohnräume in Innenstadtnähe zu schaffen. Der Beschlussvorschlag sei, laut Altmann, allerdings noch ausbaufähig. Man müsse noch über Details diskutieren. Bürgermeister Onkes entgegnete: „Es ist nicht nicht so, als würden morgen die Bagger anrollen, wenn wir heute den Beschluss fassen.“ Man hätte auch noch genug Zeit, die Einzelheiten zu klären, wenn die Politik dem Beschluss zustimme. Wichtig sei für ihn, der Bevölkerung zu zeigen, dass es bald losgehe. Dennoch wurde der Tagesordnungspunkt zunächst vertagt. Beim Bauprojekt „Westlich des Meerbachs“ an der Ziegelkampstraße waren sich SPD und CDU einig. „Das ist ein gelungener Bebauungsplan“, meinte Jörg Wojahn (CDU). Am jetzigen Standort der Obdachlosenunterkunft „Zickzackhausen“ soll künftig ein Wohngebiet mit Einzel-, Doppel-, und Reihenhäusern entstehen. 

Lothar Gerner vom BUND, wies daraufhin dass die Bebauungsgrenze doch zur Sicherheit auf die Hochwassergrenze zurückgesetzt werden sollte und in der Hecke zum benachbarten Gebiet einige seltene Baumarten stehen, um deren Erhalt er bat. Etwas gegen den Bebauungsplan einzuwenden hatte lediglich Torben Franz (Linke): „Bevor wir das Gebiet neu verplanen, muss eine Lösung für die Obdachlosenunterkunft gefunden werden“. Das hielt die anderen Ausschussmitglieder aber nicht davon ab für den Beschluss zu stimmen. Was das Baugebiet „Auf der Buermende“ angeht hatte die SPD die gleichen Bedenken wie zuvor: „Wir sind schon länger kritisch, was die dortige Parksituation angeht“. 

Rübenack versicherte nochmals, dass genügend Parkmöglichkeiten gegeben seien, um das Wohngebiet zu verdichten und so 16 neue Wohneinheiten zu schaffen. Die meisten Mitglieder stimmten dem Beschluss zu. Am Ende wurden so gut 50 Prozent der Wohnungseinheiten genehmigt. Endgültig beschließt der Rat darüber. Bürgermeister Onkes befand diese Quote übrigens für „gerade ausreichend“. Das Thema „Wohnen“ würde – auch im Hinblick auf die Vergrößerung der Polizeiakademie – für Nienburg immer mehr in den Fokus rücken. In Zukunft müssten wieder mehr Wohnräume geschaffen werden.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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