Eine Insektenoase und Augenweide

Neuer Blühstreifen entlang der Luise-Wyneken-Straße in Nienburg

Lutz Scheele, Henning Onkes und Antonia Kleinert freuen sich über die Blütenpracht entlang der Luise-Wyneken-Straße.
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Lutz Scheele, Henning Onkes und Antonia Kleinert freuen sich über die Blütenpracht entlang der Luise-Wyneken-Straße.

Verschiedene Blühmischungen entlang der Luise-Wyneken-Straße in Nienburg bieten reichlich Futter für Insekten und erfreuen Spaziergänger mit ihrem Anblick. Etwa einen Hektar umfasst das Wildblumenmosaik in der Kreisstadt bereits.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Bienen und Hummeln gehen summend ihrer Arbeit nach, Schmetterlinge sind zwischen den Blüten flatternd auf Nahrungssuche. Entlang der Luise-Wyneken-Straße in Nienburg ist in den vergangenen Monaten ein Insektenparadies herangewachsen.

Fünf verschiedene Blühmischungen

Auf einer Länge von etwa 500 Metern blühen derzeit unter anderem Mohn, Rotklee, Kosmeen, Ringel-, Korn- und Sonnenblumen. Im April säte der Bauhof zwischen Wasserübungsplatz und Naturfreundehaus fünf verschiedene Blumenmischungen an. Vergangene Woche nahmen Nienburgs Baumpfleger Lutz Scheele, Bürgermeister Henning Onkes und Stadtsprecherin Antonia Kleinert überaus zufrieden das Ergebnis in Augenschein. „Wir hatten Glück mit dem Regen“, freut sich Scheele angesichts der Blütenpracht.

Die Franziskaner-Mischung bietet farbenfrohe Pflanzenvielfalt.

Salzverträgliche Bankettmischung eignet sich für Straßenränder

„Testparzellen Luise-Wyneken-Straße“ nennt sich die insgesamt 2150 Quadratmeter große Insektenoase. „Wir wollen den Nienburgern hier die unterschiedlichen Blühmischungen zeigen und Erfahrungen sammeln, welche sich für welchen Boden eignen“, erklärt Onkes. Deutlich zu erkennen sind die Unterschiede der verschiedenen Mischungen. Nicht ganz so farbenfreudig ist die salzverträgliche Bankettmischung, die sich aufgrund ihrer Eigenschaften besonders für Straßenränder anbietet. Die „Franziskaner Mischung“ und der „Wehretaler Sommertraum“ wetteifern dagegen mit bunter Blütenvielfalt. Zu jeder Blumenmischung informiert eine Hinweistafel am Straßenrand.

Jede Menge Bauschutt im Erdreich

Bis die Pflanzenwelt ihre Pracht entfalten konnte, waren allerdings einige Vorarbeiten notwendig. „Es ist unglaublich, was wir an Bauschutt aus dem Erdreich entfernt haben“, berichtet Scheele. Erst danach konnten die Bauhofmitarbeiter den Boden grubbern, fräsen und das Saatgut ausbringen. Pro Quadratmeter reichen ein bis drei Gramm Samen, um daraus den Blühstreifen entlang der Luise-Wyneken-Straße entstehen zu lassen.

Hinweistafeln informieren über die verschiedenen Blühmischungen.

Der bildet nun einen weiteren Teil im insgesamt etwa einen Hektar großen angelegten Wildblumenmosaik in der Kreisstadt. „Wir hoffen, dass wir pro Jahr vielleicht zehn bis 20 Prozent an Fläche drauflegen können“, schätzt Onkes.

Bürgermeister setzt auf Unterstützung weiterer Akteure

Der Bürgermeister setzt zudem auf die Unterstützung vieler weiterer Akteure, die bereit sind, kommunale Blühflächen zu bewirtschaften. „Außerdem wollen wir private Gartenbesitzer erreichen, sich an diesem Blühwiesenmosaik zu beteiligen, anstatt Steingärten anzulegen“, wünscht sich der Bürgermeister. Die Bevölkerung sei bei diesem Thema schon sehr weit.

Die Idee zu diesem Blühstreifen entstand neben vielen weiteren ökologischen Maßnahmen in einem Arbeitskreis aus Stadt, Landkreis, Deula, NABU, BUND, Unterhaltungsverband Meerbach-Führse, Landwirtschaftskammer und Avacon.

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