Orgelbaumeister Jörg Bente restauriert die Hasseler Orgel

Neuer Klang für alte Mauern

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Wilhelm Lütjens, Orgelbaumeister Jörg Bente und Pastorin Karin Haufler-Musiol (v. l.) mit ausgebauten Pfeifen.

Hassel - Sie steht auf der Empore in der Hasseler Kirche, und vier Spezialisten kümmern sich hochkonzentriert um sie: Die Rede ist von der Orgel. Zu Restaurationszwecken räumt sie Orgelbaumeister Jörg Bente gemeinsam mit drei Mitarbeitern Stück für Stück aus.

Wilhelm Lütjens, Orgelbaumeister Jörg Bente und Pastorin Karin Haufler-Musiol (v. l.) mit ausgebauten Pfeifen.

1965 wurde das Instrument auf der Westseite im Kircheninneren eingebaut. Seitdem erfüllt ihr Klang den gewölbten Backsteinsaal des Kirchenschiffs in der St.-Cosmae-et-Damiani-Kirche, die mit ihrer über 1000-jährige Geschichte der älteste Sakralbau im Kirchenkreis ist. Über die Jahre hinweg haben sich Staub und Verschmutzungen in der Orgel eingenistet. „Auch das Pfeifenwerk ist überarbeitungsbedürftig“, sagt Orgelbaumeister Bente. Um diese Restauration möglich zu machen, hat Wilhelm Lütjens seit Jahren unermüdlich Spenden gesammelt und sich für die Orgel stark gemacht. Lütjens, der bis vor einiger Zeit auch im Kirchenvorstand aktiv war, ist der „offizielle Orgelbeauftragte“, sagt Pastorin Karin Haufler-Musiol. „Ohne sein Engagement wäre dieses Vorhaben nicht möglich gewesen.“ Der Gelobte lobt andere: „Viele Spender beteiligen sich finanziell an den Arbeiten. Die politische Gemeinde Hassel, die Volksbank-Stiftung, der Landkreis, die Jagdgenossenschaft und viele, viele private Spender.“

Etwa 45 000 Euro sind für die Arbeiten veranschlagt. Von den Pfeifen über die Windladen bis zu den Registern überarbeiten die Spezialisten alle Teile der Orgel. Einen Bauplan haben sie dazu nicht. Stattdessen dokumentieren sie die Teile akribisch und sortieren sie in spezielle Kästen für den Transport ein. „Teilweise werden wir auch Pfeifen ganz ersetzen müssen“, sagt Bente, der neben der technischen Aufarbeitung auch die klangliche Verbesserung im Blick hat. „Die Orgel ist kopflastig im Ton“, erklärt er und meint damit eine eher härtere Abgrenzung der einzelnen Töne. „Ausdrucksvoll, warm und lebendig wird sie wieder klingen. In der Romantik waren die Töne eher weich, und dieses Klangbild ist das Ziel.“ In der Werkstatt des Orgelbauers, in Helsinghausen bei Hannover, werden alle ausgebauten Teile von Hand gereinigt und, soweit nötig, erneuert.

Die Restaurierung wird daher einige Zeit in Anspruch nehmen, aber bis zur Konfirmation in Hassel sollen alle Teile wieder ihren angestammten Platz eingenommen haben. · as

Quelle: kreiszeitung.de

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