Windmühle „Margarethe“ für 32 000 Euro saniert und modernisiert

Neuer Mahlgang für Eystrups Wahrzeichen

Die Windmühle „Margarethe“ ist ein Wahrzeichen der Gemeinde Eystrup. Sie ist im Jahr 1861 erbaut worden, in den vergangenen Jahren erfolgten umfangreichen Sanierungsarbeiten. Fotos: Uwe Campe

Eystrup - Von Uwe Campe. Die mitten in Eystrup auf einer kleinen Anhöhe stehende Turmholländer-Windmühle mit Galerie ist weithin sichtbares Wahrzeichen des Orts und in stilisierter Form mit in dessen Wappen aufgenommen. Die 1861 errichtete und nach der Großmutter des Erbauers benannte Mühle „Margarethe“ ist noch weitgehend funktionstüchtig, wenngleich heute nur noch zu Demonstrationszwecken bei besonderen Anlässen gemahlen wird. Der Verein der Eystruper Mühlenfreunde betreut seit einigen Jahren das sich im Eigentum der Familie Schneermann befindliche denkmalgeschützte Gebäude, in dem es seit 2003 ein Trauzimmer gibt.

In den vergangenen beiden Jahren erfolgten an der Mühle verschiedene Erneuerungsarbeiten, deren Ergebnisse jetzt Helmut und Kirsten Schneermann sowie Müller Wilfried Bremer während eines Pressetermins vorstellten. Eingeladen dazu waren auch Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer, Eystrups Bürgermeister Jost Egen, Alexandra Rolfs von der Unteren Denkmalschutzbehörde Nienburg, Michael Duensing vom Landschaftsverband Weser-Hunte, Frank Westermann von der Firma „Fach & Werk“ aus Wechold sowie Olaf Rieck von der Mühlenbaufirma Pfätzmann aus Winsen/Luhe.

Im Mittelpunkt der nunmehr weitgehend abgeschlossenen Arbeiten stand die Anschaffung und Installation eines neuen Schrotmahlgangs, dessen beiden Mahlsteine aus den Niederlanden stammen. Der unbewegliche Bodenstein und der bewegliche Läuferstein haben zusammen ein Gewicht von etwa 3,5 Tonnen. Experten der Firma Pfätzmann setzten das zukünftig elektrisch angetriebene Mahlwerk einschließlich der dafür notwendigen Aufbauten wie etwa Rahmen, Aufschütttrichter, Rüttelschuh und Treiber ein. Damit verfügt die „Margarethe“ über drei Schrotmahlgänge, von denen zwei noch mittels der ausgetüftelten Mechanik direkt durch Wind angetrieben werden können, das Dritte aber seine Energie aus elektrischem Strom bezieht, der seinerseits wieder in den regionalen Windkraftanlagen erzeugt wird. Weiterhin erhielt die Mühle durch die Firma „Fach & Werk“ teilweise neue Holzböden. Außerdem eine Überholung erfahren hat die Kappe, die jetzt komplett drehbar ist.

Mit berechtigtem Stolz stellte Helmut Schneermann fest, dass in den vergangenen 13 Jahren, in denen die Mühle von den Mühlenfreunden betreut wird, an deren Dach, Böden und Galerie, aber auch am Gebäude der angegliederten ehemaligen Dampfmühle ganz wesentliche und substanzerhaltende Arbeiten durchgeführt worden seien. Zu deren Finanzierung hätten auch die jeweiligen Veranstaltungen wie Mühlentage, Trauungen, Feierlichkeiten und Führungen ihren Beitrag geleistet.

Samtgemeindebürgermeister Meyer machte deutlich, dass man sich seitens der politischen Gemeinde, auf deren Gebiet es nur noch in Hoyerhagen eine weitere Windmühle gäbe, sehr wohl der Verantwortung für dieses Eystruper Wahrzeichen bewusst und daher auch gerne zu finanziellen Unterstützungen bereit sei.

Helmut Schneermann wies abschließend darauf hin, dass, neben den geldlichen Zuwendungen, der Erhalt der Mühle letztlich nur durch das vorbildliche und unverzichtbare Engagement der Mitglieder des Mühlenvereins – allen voran Wilfried Bremer – möglich gewesen sei, hätten diese doch schon im Vorfeld viele Arbeiten erledigt. Deren ehrenamtlicher Einsatz wird auch bei zukünftigen Projekten, von denen sicherlich in den nächsten Jahren noch einige anstehen werden, unabdingbar sein, ist es doch erklärte Absicht, dieses Eystruper Schmuckstück und Aushängeschild in seinem jetzigen tadellosen Zustand für kommende Generationen zu bewahren.

Quelle: kreiszeitung.de

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