Neugestaltung des Ernst-Thoms-Platzes in Nienburg in der Warteschleife

Wasserlauf und  Kleingastronomie gestrichen

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Für den Ernst-Thoms-Platz gibt es durchaus Gestaltungsbedarf.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Einen Namen hat er seit drei Jahren. Eine attraktive Neugestaltung des Ernst-Thoms-Platzes in Nienburg wird wohl noch etwas dauern.

Im Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstagabend präsentierte Jan-Bernd Beecken die neusten Ideen der Stadtverwaltung. Die stießen bei dem politischen Gremium größtenteils auf wenig Begeisterung.

Dessen Mitglieder lehnten sowohl eine mobile Kleingastronomie als auch einen Wasserlauf vom Ernst-Thoms-Platz zur Weser ab. „Sie können ihn auch in die Luft hängen. Wir möchten dort keinen Pavillon“, fand CDU-Fraktionschef Hans-Peter Rübenack deutliche Worte zum Thema Kleingastronomie. Ebenso entschieden sprach er sich gegen einen Wasserlauf aus. „Wieviel Kubikmeter Wasser sollen dort im Kreis laufen? Was kostet der Spaß? Wie hoch sind die Folgekosten für Strom und Wartung?“, fragte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Sein Fazit: „Wir sollten uns das schenken.“ Bezüglich der Bepflanzung kramte Rübenack eine fast vergessene Idee hervor – und stieß fraktionsübergreifend auf Zustimmung. Bäume in Kübeln seien eine gute Lösung. „Sie sind mobil und wir könnten zwei oder drei Bäume mehr aufstellen“, erklärte er. Als vor einigen Jahren über Neuanpflanzungen in der Langen Straße debattiert wurde, konnten sich die Christdemokraten mit diesem Vorschlag noch nicht durchsetzen.

Die Politik schoss aber nicht alle von Beecken präsentierten Ideen in den Wind. Die überdachten Fahrradständer mit E-Bike-Ladestationen und abschließbaren Gepäckboxen kamen ebenso, wie ein Motorik-Parcours für Kinder gut an.

Grundsätzlich kritisierten die Politiker die mangelnde Absprache zwischen den Fachbereichen. Insbesondere mit dem Bereich Sicherheit und Ordnung müsse man abstimmen, wie der Ernst-Thoms-Platz gestaltet werden könne, ohne die Veranstaltungen darauf zu behindern.

Die logische Folge: Die Politik will jetzt Versäumtes nachholen und vertagte das Thema.

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