„Frauen* für Nienburg“ schießen Fotos für Solidarität

Aktion zum Mitmachen: „Gib das Sternchen * weiter“

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Ulla Althoff, Kirsten Heusmann und Ada Bobrova setzen das Kampagnenmotto in die Tat um.

Nienburg - Von Celsy Dehnert.  Mit klaren Statements und aussagekräftigen Fotos ruft der Arbeitskreis „Frauen* für Nienburg“ zu mehr Solidarität auf.

Unter dem Motto „Gib das Sternchen * weiter! Eine Initiative für mehr Vielfalt in der Sprache“ hat der Arbeitskreis das erste Foto einer solidarischen Fotostrecke erstellt. Mit 13 Vertreterinnen erklären die „Frauen* für Nienburg“ klar, dass die Realität vielfältiger Geschlechtsidentifikationen auch in der Sprache abgebildet werden muss.

Ausschlaggebend für diese Aktion war die Empfehlung zum Gebrauch geschlechtsneutraler Sprache innerhalb der Verwaltung, die das Gleichstellungsbüro in Hannover Anfang des Jahres herausgab. Diese Empfehlung zielt darauf ab, statt männlicher oder weiblicher Bezeichnungen die geschlechtsneutralen Begriffe zu verwenden. Wo dies nicht möglich ist, wird das sogenannte Gendersternchen * als mögliche Lösung vorgeschlagen. So sollen zukünftig alle Geschlechter in der Verwaltungssprache berücksichtigt werden. Der darauf folgende Gegenwind aus Teilen der Bevölkerung und auch die zwiespältige, bundesweite Berichterstattung veranlassten die Teilnehmerinnen des Arbeitskreises „Frauen* für Nienburg“, offen ihre Solidarität mit dem Gleichstellungsbüro in Hannover zu erklären.

Sarah Peters, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nienburg, berichtete bei einem Treffen des Arbeitskreises im Januar, dass die Mitarbeitenden des Gleichstellungsbüros der Landeshauptstadt zahlreiche Emails mit teilweise bedrohlichem Inhalt erhielten. Diese starken Reaktionen auf eine inklusive Verwaltungsmaßnahme stieß bei den Teilnehmerinnen von „Frauen* für Nienburg“ auf Unverständnis. Die Idee für eine Fotoaktion, die sich klar für mehr Vielfalt in der Sprache einsetzt, war schnell geboren und umgesetzt. Einzel- und Gruppenfotos mit verschiedenen Statements und Beispielen zu geschlechtergerechter Sprache sollen für Vielfalt in der Sprache werben. Vorbild für das Format der Aktion ist die Aufmachung der Kampagne „Wer braucht Feminismus?“ von Initiatorin Jasmin Mittag.

Die „Frauen* für Nienburg“ fordern: „Gib das Sternchen * weiter!“

Am Mittwoch trafen sich 13 Frauen des Arbeitskreises „Frauen* für Nienburg“ im Rathaus für ein erstes Fotoshooting. Mit dem Gruppenbild erklären die Frauen nicht nur ihre Solidarität mit dem Gleichstellungsbüro Hannovers, sondern machen auch deutlich, dass Menschen aller Geschlechtsidentifikationen in Nienburg Unterstützung und Rückhalt finden. Mit ihren Fotos zeigen Teilnehmende der Aktion „Gib das Sternchen * weiter!“, wie vielfältig Sprache sein kann und sollte. Sarah Peters erklärt: „Ich bin für Vielfalt in der Sprache, weil nur Computer im binären System denken“. Damit bringt die Gleichstellungsbeauftragte das Anliegen der „Frauen* für Nienburg“ auf den Punkt.

Die Fotos, die unter dem Motto „Gib das Sternchen * weiter!“ entstehen, können sowohl online wie offline verwendet werden. Beispielsweise können Einzelfotos als Profilbilder in den sozialen Netzwerken dienen. Auch ein Gebrauch in der eigenen Email-Signatur ist denkbar. So können alle, die ebenfalls ihre Solidarität erklären wollen, die Initiative für mehr Vielfalt in der Sprache unterstützen. Ein Design, um die Kampagnenfotos nachzustellen, stellt Sarah Peters zur Verfügung. Perspektivisch ist geplant, die Fotos auch auf einem zentralen Kanal in den sozialen Netzwerken zu sammeln und zu teilen.

Dieses Design für die Kampagnenfotos gbt es bei Sarah Peters. 

Auf diese Weise soll der Aufruf „Gib das Sternchen * weiter!“ auch über die Landkreisgrenzen hinaus geteilt werden. Wer sich an der Aktion des Arbeitskreises „Frauen* für Nienburg“ beteiligen möchte, erreicht die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nienburg per Email über S.Peters@nienburg.de.

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